Polizei hindert Migranten mit Tränengas an Überquerung des Ärmelkanals
Die französische Polizei ging am Montag mit Tränengas gegen eine Gruppe von Migrantinnen und Migranten vor, die sich am Strand von Gravelines in Nordfrankreich versammelt hatten.
Der Einsatz sollte die Menschen daran hindern, den Ärmelkanal zu überqueren. Mehrere von ihnen trugen bereits Schwimmwesten. Nach dem Eingreifen der Polizei rannte die Gruppe zurück zum Strand. Ein beschädigtes Schlauchboot blieb zurück.
Die Polizei teilte am Montag mit, dass bei einem anderen Versuch, die Meerenge zwischen Frankreich und Grossbritannien zu überqueren, drei Menschen ums Leben gekommen seien, darunter auch ein Kind. Die französische Küstenwache erklärte, sie habe einen Notruf von einem Schlauchboot mit 105 Menschen an Bord erhalten, das bei ruhiger See in Schwierigkeiten geraten sei.
Immer wieder werden Menschen auf Schlauchboote gepfercht und grossen Gefahren ausgesetzt. Der Ärmelkanal ist eine der meistbefahrenen Schifffahrtsstrassen der Welt. Die Überfahrt in den oft von Schleppern überladenen Booten ist lebensgefährlich. Anfang September hatte die EU-Grenzschutzagentur Frontex angekündigt, die Patrouillen im Ärmelkanal und in der Nordsee zu verstärken. (emm, reuters)
