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Sturzflut in Nepal: Das türkise Haus, das den Wassermassen trotzte

Video: watson/Julia Schwamborn

Das türkise Haus, das in Nepal den Fluten trotzte

28.08.2026, 14:5528.08.2026, 15:10

Für viele gab es schlicht kein Entkommen: Das Tal des Trishuli-Flusses in Nepal verwandelte sich diese Woche innert Minuten in eine regelrechte Todesfalle. Eine gewaltige Sturzflut – ausgelöst durch den Kollaps eines Gletschers am Nordhang des 7200 Meter hohen Langtang Lirung – raste mit bis zu 190 km/h talwärts und riss ganze Dörfer mit sich.

Mindest 469 Menschen verloren in den Fluten ihr Leben, mehr als 1300 gelten weiterhin als vermisst. Existenzen, Häuser, ganze Talschaften: einfach verschwunden. Die Wassermassen stiegen im Fluss innerhalb weniger Minuten um bis zu 9 Meter, für viele blieb keine Zeit zur Flucht.

Doch mitten in der Verwüstung gibt es auch eine Geschichte des Überlebens. In einem Aussenbezirk der Stadt Bidur hat ein einzelnes, türkisfarbenes Haus am Flussufer den Fluten standgehalten, während rundherum die Wassermassen tobten und alle anderen Gebäude komplett zerstört wurden.

Von Fluten umspült, doch das türkise Haus bricht nicht in sich zusammen.
Von Fluten umspült, doch das türkise Haus bricht nicht in sich zusammen.bild: screenshot x.com

Videoaufnahmen zeigen, wie sich die Bewohnerinnen und Bewohner beim Herannahen der Flut auf den Balkon retteten – eine Flucht war längst nicht mehr möglich. Die Wassermassen umspülten das Gebäude von allen Seiten. Es musste das Schlimmste befürchetet werden. Doch als die Flut abzog, stand das Haus noch. Auf dem Dach schwenkte eine Frau später eine rote Fahne – ein Lebenszeichen inmitten der Zerstörung.

Der Grund, warum das türkise Haus verschont blieb: Es steht unmittelbar hinter einem kleinen Felshügel, auf dem ein Tempel steht. Dieser scheint das Haus zumindest teilweise vor der tödlichen Wucht des Wassers abgeschirmt zu haben. (pre)

Video: watson/Julia Schwamborn
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Sturzflut in Nepal
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Sturzflut in Nepal

Im Grenzgebiet zwischen Nepal und China hat eine zerstörerische Welle aus Wasser, Schlamm und Geröll mindestens 270 Menschen getötet.

quelle: keystone / niranjan shrestha
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Hunderte Menschen vermisst
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