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Ein Dinosaurierfund aus Tansania löst eine Fossiliendebatte aus

Dinodontosaurus isiyavamanda
Der Pflanzenfresser ist etwas mehr als zwei Meter lang und etwa 200 Kilogramm schwer gewesen.Bild: University if Bristol

Ein Dinosaurierfund aus Tansania löst eine Fossiliendebatte aus

Schnäbel mit stachelartigen Hauern und mit Klauen bewehrte Füsse: Forschende haben eine neue Dinosaurier-Art aus dem heutigen Tansania beschrieben. In der Fundschicht waren auch umstrittene Fossilien entdeckt worden.
24.09.2026, 09:1924.09.2026, 09:19

Die im Südwesten des Landes gefundene Spezies mit dem Namen Dinodontosaurus isiyavamanda lebte vor etwa 240 Millionen Jahren, also in der Frühzeit der Dinosaurier, wie das internationale Team um Hady George von der englischen Universität Bristol im «Journal of Vertebrate Paleontology» schreibt.

Der Pflanzenfresser sei etwas mehr als zwei Meter lang und etwa 200 Kilogramm schwer gewesen, teilte Erstautor George der Deutschen Presse-Agentur mit. Bisher seien Dinodontosaurus-Arten nur aus Südamerika bekannt gewesen, schreibt die Gruppe.

Diskussion um älteste potenzielle Dinosaurierfossilien

In der Fundschicht waren auch umstrittene Fossilien entdeckt worden, die möglicherweise zu den ältesten Dinosauriern weltweit gehören. Sollten diese Funde tatsächlich Dinosaurier darstellen, wären diese demnach einige Millionen Jahre jünger als bisher angenommen, wie das Team erklärt. Damit wären sie nicht mehr als die ältesten potenziellen Dinosaurierfossilien anzusehen, hiess es.

Die Autorinnen und Autoren betonen allerdings einschränkend, dass die Zuordnung einzelner Knochen zu D. isiyavamanda nicht in allen Fällen vollständig gesichert sei. Das untersuchte Fundlager könnte Überreste mehrerer Individuen und möglicherweise auch mehrerer eng miteinander verwandter Arten enthalten, hiess es.

Die Überreste stammen aus den sogenannten Manda Beds im Süden Tansanias. Die Fossilien waren bereits während einer Expedition im Jahr 1963 entdeckt worden, wurden aber erst jetzt umfassend untersucht. (sda/dpa)

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