Chef platzt der Kragen, weil Mitarbeiter wegen kranken Kaninchens fehlt
Der Unternehmer Martin Limbeck erzählt in der ZDF-Sendung «Unbubble» von einem kuriosen Vorfall mit einem seiner Angestellten. Dieser sei nicht zur Arbeit erschienen. Als Grund gab er sein krankes Zwergkaninchen an. Dies habe den 25-Jährigen emotional so belastet, dass er sich nicht in der Lage sah, bei der Arbeit zu erscheinen.
Beim Chef kam das nicht gut an, wie er in der Sendung erzählt: «Der Junge ist 25, gebildet und er ist so traurig, weil sein Zwergkaninchen krank ist.» Verständnis hat er dafür nicht. «Ich kann doch nicht das Zwergkaninchen vor meinen Job stellen, der dem Zwergkaninchen auch das Futter bezahlt», meint er.
Umgang mit mentaler Belastung
Die Diskussion dreht sich danach schnell um den richtigen Umgang mit psychischer Belastung, schreibt RTL. Die jüngeren Diskussionsteilnehmer sprechen sich für die Kommunikation über mentale Gesundheit aus, Limbeck ist jedoch der Meinung, dass junge Menschen schlechter mit Rückschlägen umgehen: «Ich glaube, dass heute viele Kinder keinen Mangel mehr kennen.» Nicht jeder wolle sich heutzutage noch anstrengen. Er selber meditiere, um Stress abzubauen, erklärt er weiter.
Die 27-jährige Nema, die nach einem Burnout derzeit arbeitssuchend ist, argumentiert dagegen: «Vielleicht ist der Person das Zwergkaninchen superwichtig.» Es könne dem betreffenden Arbeitnehmer beim Stressabbau helfen. Und nicht jeder habe nach einem vollen Arbeitstag noch Zeit für Yoga oder Meditation.
So reagiert das Netz
Unter dem Instagram-Beitrag diskutieren auch die Nutzerinnen und Nutzer zu dem Thema. Einer stimmt Limbeck zu: «Diese fehlende Priorität für den Job kotzt massiv an. Jeder meldet sich wegen jedem Scheiss krank. Und die Unternehmer zahlen die Löhne brav weiter. Geht einfach nicht.» Anders sieht es dieser User: «Wir sind keine Maschinen. Wenn jemand durch den Tod oder die schwere Erkrankung seines Haustiers so belastet ist, dass er nicht arbeiten kann, sollte dafür Verständnis da sein.»
Neben ernsthaften Antworten gibt es aber auch noch einige Spassvögel. Jemand kommentiert: «Bin zwar nicht bei dir angestellt, will aber trotzdem kündigen.»
Wie siehst du das Ganze?
(kek)
