Kostenlos parken: In England dürfen Autos direkt auf den Strand
Mit dem Auto direkt an den Strand fahren und kostenlos parken? Was an den meisten europäischen Küsten längst verboten ist, wird in einem Badeort in England jetzt ausdrücklich erlaubt. Der Somerset Council hat die Parkgebühren an den Stränden von Brean und Berrow am Bristolkanal bis Oktober ausgesetzt. Die Massnahme soll nach der Schliessung eines grossen Ferienparks mehr Urlauber anlocken und der angeschlagenen Wirtschaft vor Ort helfen.
Finanziert wird das kostenlose Parken vom Energiekonzern EDF Energy, der vor Ort das Atomkraftwerk Hinkley Point C errichtet. Das Unternehmen will damit die Folgen der Schliessung des Ferienparks Pontins abmildern und sich bei den örtlichen Geschäftsleuten beliebt machen, berichtet die BBC. Der Ferienpark war vor drei Jahren geschlossen worden. Das Gelände mit seinen 600 Ferienhäusern dient inzwischen als Unterkunft für rund 900 Bauarbeiter und Ingenieure. Dem örtlichen Nachrichtenportal burnhamonsea.com zufolge führt die «Besetzung von Pontins durch EDF Energy» zu jährlichen Verlusten in Höhe von rund 21 Millionen Pfund für die lokale Tourismuswirtschaft
Mehr Besucher erhofft
Bislang kostete das Parken an den Stränden von Brean und Berrow für einen Tag umgerechnet rund neun Franken (8,40 Pfund). Die Tourismusorganisation Discover Brean hofft, dass die neue Regelung mehr Besucher in die Region lockt und davon Attraktionen, Geschäfte sowie Hotels und Restaurants profitieren. Die Geschäftsleute vor Ort sind gespalten. Viele freuen sich, dass ein Extra-Anreiz für Urlauber und Ausflügler geschaffen worden ist. Andere finden nicht, dass genug getan wird.

