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Studie: So unterscheiden sich die Kleidervorschriften in Europa

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In manchen Ländern in Europa ist man bei den Kleidervorschriften toleranter als in anderen.Bild: Shutterstock

So kleidet sich Europa bei der Arbeit – die Schweiz fällt besonders auf

Ob kurze oder lange Hosen von Arbeitskräften getragen werden, unterscheidet sich je nach Land. Wo die Menschen am konservativsten sind und welche Looks gar nicht gut ankommen, zeigt eine aktuelle Studie.
29.07.2026, 21:2529.07.2026, 21:46

Nach einer kurzen Verschnaufpause müssen sich diese Woche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder gut überlegen, was sie bei Temperaturen um die 35 Grad anziehen. Doch gibt es in Europa Unterschiede, welche Arbeitskleidung akzeptiert ist und welche nicht?

Eine aktuelle Befragung des Marktforschungsunternehmens YouGov im Auftrag des Onlinehändlers Galaxus gibt dazu Antworten. Befragt wurden 2616 Personen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich.

Dresscodes sind veraltet

Etwa die Hälfte der Arbeitskräfte in Europa darf tragen, was sie will. Wenn es Vorgaben gibt, dann betreffen diese vor allem geschlossene Schuhe (20 Prozent) und lange Hosen (18 Prozent). Klare Vorgaben gibt es zudem im Zusammenhang mit Sicherheit oder Firmenerkennung.

Konservative Schweiz

Der Ländervergleich zeigt: Am konservativsten ist die Schweiz. Hier tragen die Männer mit 60 Prozent am häufigsten lange Hosen und mit 56 Prozent geschlossene Schuhe. Lockerer sehen es dagegen unsere deutschen Nachbarn. Die deutschen Männer kommen am ehesten im T-Shirt (69 %) und in kurzer Hose (38 %) zur Arbeit. Ihre Füsse zeigen dagegen die Franzosen gerne.

Mit offenen Schuhen können dagegen die deutschen Frauen nichts anfangen: Nur 29 Prozent zeigen bei der Arbeit ihre Füsse. Ansonsten unterscheiden sich die europäischen Frauen nicht gross voneinander, wenn es um ihr Outfit geht.

Bauchnabel und Badehose

Gewisse Kleidungsstücke wie etwa die Badehose, Flip-Flops oder Tanktops sind bei der Arbeit nicht gerne gesehen. Doch auch hier gibt es im europäischen Vergleich Unterschiede. Am strengsten ist wieder die Schweiz. In praktisch allen Kategorien verzeichnet sie die höchste Ablehnung gegen gewisse Kleidungsstücke. Ein No-Go ist für Herrn und Frau Schweizer die Jogginghose. Auch das Zeigen des Bauchnabels ist ein Unding. In Italien ist bauchfrei dagegen weniger ein Problem.

In Frankreich sind dafür Tanktops und Trägershirts keine grosse Sache, auch nicht bei Kundenkontakt. Nur rund 20 Prozent sind gegen solche Kleidungsstücke.

Feedback bei Kleidung

Die Kleidung von Arbeitskräften sorgt laut der Umfrage selten für Streit. Rund 70 Prozent der Befragten in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich haben ihre Arbeitskolleginnen und -kollegen noch nie auf ihre Kleidung angesprochen.

Komplimente gibt es am meisten in Frankreich und Österreich, mit gleichwohl positivem und negativem Feedback müssen die Menschen in Italien, dem Land der Mode, rechnen.

(kek)

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