Das solltest du beim Kauf eines tragbaren Sonnenschirms beachten
Aus Asien kennt man das Bild schon lange: Menschen, die mit einem Sonnenschirm unterwegs sind, um sich vor der Sonne zu schützen und ihre helle Haut zu bewahren. Doch auch in der Schweiz werden die Schirme immer beliebter. Wie Ritas Schirmwelt in Burgdorf auf Anfrage bestätigt, ist die Nachfrage nach solchen Sonnenschirmen gestiegen. Angesichts der zunehmenden Hitzetage und der hohen UV-Belastung überrascht das kaum. Wenn auch du mit dem Gedanken spielst, dir einen solchen Sonnenschirm zuzulegen, solltest du auf folgende Punkte achten:
UV-Schutz
Auch wenn viele zuerst auf die Optik gehen, sollte der UV-Schutz Priorität haben. Denn nicht alle Sonnenschirme geben gleich viel Schatten und bieten denselben Schutz.
Wie gut ein Stoff vor Sonnenstrahlen schützt, hängt vom UV-Schutzfaktor (USF) oder Ultraviolet Protection Factor (UPF) ab. Ähnlich wie bei der Sonnencreme gilt auch bei Sonnenschirmen: Je höher der Schutzfaktor, desto besser. Ein Stoff mit einer UPF-Bewertung von 15 bietet einen Mindestschutz. Besser ist eine Bewertung von 30, womit ein guter Schutz geboten wird. Am besten ist eine Bewertung von 50 und 50+, schreibt Galaxus.
Doch was trägt dazu bei, dass ein Stoff eine gute UPF-Bewertung bekommt? Neben der Zusammensetzung der Garne ist auch die Farbe wichtig, denn je dunkler ein Schirm ist, desto weniger UV-Licht kann durchdringen, heisst es von Ritas Schirmwelt.
Wer auf Nummer sicher gehen will, soll die Etiketten beachten oder auf das offizielle UPF-Siegel schauen. Dieses wird von Prüfstellen wie Swiss Quality Testing Services, Bundesamt für Strahlenschutz und Arpansa vergeben.
Stoff
Schirme werden oftmals aus Polyester, Polyacryl oder Olefin (Polyolefin) gefertigt. Letzteres ist besonders langlebig. Die meisten Schirmbezüge aus künstlichem Material können UV-Strahlen bis auf zwei Prozent verhindern.
Da sich unter dem Schirm Wärme anstaut, gibt es bei einigen Modellen Luftlöcher, Kamine genannt, im Stoff. Diese verbessern die Luftzirkulation.
Qualität
Ein hochwertiger Schirm lässt sich oft schon auf den ersten Blick erkennen. Muster sollten sauber auf die einzelnen Stoffbahnen abgestimmt sein und nicht an den Nähten unterbrochen wirken. Ist der Stoffrand nicht mit einer Webkante versehen, sollte er sauber gesäumt sein. Zudem sollte das Schirmdach straff gespannt sein. Flatternde Stoffbahnen deuten eher auf eine geringere Verarbeitungsqualität hin. Ein einfacher Tipp beim Kauf: den Schirm gegen das Licht halten. So lassen sich mögliche Material- oder Verarbeitungsfehler schnell erkennen, schreibt Regenschirme.de.
Stabilität
Auch das Gestell spielt eine wichtige Rolle. Es sollte stabil, aber gleichzeitig flexibel sein, damit der Schirm Windböen standhält. Hochwertige Materialien geben bei Belastung kurz nach und kehren anschliessend in ihre ursprüngliche Form zurück. Besonders beliebt sind Gestelle aus Fiberglas, da sie leicht und gleichzeitig biegsam sind. Modelle aus Federstahl gelten als noch robuster, bringen allerdings mehr Gewicht mit sich. Reine Aluminiumgestelle sind besonders leicht, können bei starkem Wind aber schneller verbiegen oder abknicken.
Regenschirm als Alternative
Laut Ritas Schirmwelt können bestimmte Regenschirme auch als Sonnenschirm verwendet werden, aber:
Und auch bei Regenschirmen ist die Helligkeit entscheidend: «Je dunkler der Stoff, desto weniger Sonnenlicht (UV-Strahlung) kann durchdringen», heisst es von Ritas Schirmwelt. Steht also nichts von UV-Schutz, sollte besser ein dunkler Stoff gewählt werden.
Wer seinen Regenschirm als Sonnenschirm nutzt, sollte seinen Schirm aber richtig trocknen. Damit der Schirm möglichst lange hält, sollte er nach dem Gebrauch immer geöffnet trocknen, bis sowohl der Stoff als auch das Gestell vollständig trocken sind. Beim Schliessen empfiehlt es sich, den Stoff sauber und gleichmässig um den Stock zu legen. Auf Öl oder andere Schmiermittel sollte verzichtet werden, da sie Flecken auf dem Schirmstoff hinterlassen können. Ausserdem sollte ein geöffneter Schirm nicht unnötig gedreht werden, da die dabei entstehenden Kräfte das Gestell auf Dauer beschädigen können, schreibt Regenschirme.de.
