Diese 8 Gebäude sehen aus wie aus einer anderen Welt
Neben grauen Betonblöcken gibt es in der Architektur auch Gebäude, die mit leuchtenden und schillernden Farben spielen. Ob Tempel, Bibliotheken oder Wohnhäuser – diese Bauwerke sind echte Hingucker.
Hundertwasserhaus Wien, Österreich
Das Hundertwasserhaus in Wien wurde von dem Künstler Friedensreich Hundertwasser (1928-2000), der mit bürgerlichem Namen Friedrich Stowasser hiess, gestaltet. Die bunte Fassade zieht zahlreiche Touristinnen und Touristen an und ist ein beliebtes Fotomotiv.
Wer im Hundertwasserhaus wohnt, hat zudem das Recht, die Fassade rund um die Fenster ganz nach dem eigenen Geschmack zu gestalten. Die mehr als 200 Bäume und Sträucher auf den Balkonen und Dachterrassen sorgen für Begrünung. Das Hundertwasserhaus entstand um 1990 aus einer Reifenwerkstatt. Beim Gebäude gibt es einige Geschäfte und Cafés zum Verweilen.
Ranganathaswamy-Tempel, Tamil Nadu, Indien
Der südliche Bundesstaat Tamil Nadu in Indien ist bekannt für seine alte Tradition der Verwendung von Farbe. Die Bauarbeiten an diesem Tempel begannen im 1. Jahrhundert n. Chr. und setzten sich durch mehrere Dynastien bis ins späte 20. Jahrhundert fort. Das Ergebnis ist einer der grössten religiösen Komplexe der Welt von mehr als 150 Hektar. Seit dem Jahr 2014 gehört der Tempel zum Unesco-Weltkulturerbe.
Palau de la Música Catalana, Barcelona, Spanien
Das Aussehen dieses Konzertsaals von 1908 verkörperte die wohlhabende und kulturell ausgeprägte spanische Region Katalonien. Entworfen von Lluis Domenech i Montaner, verbindet die Architektur Einflüsse aus dem Jugendstil, der Romanik und dem gotischen Revival, zusammen mit maurischen Motiven und valencianischen Traditionen. 1997 wurde der Palau de la Musica Catalana von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.
Guardian Gebäude, Detroit, Michigan, USA
Das Guardian Gebäude ist ein bahnbrechender 43-stöckiger Büro-Wolkenkratzer im Finanzviertel der Innenstadt von Detroit, Michigan. Das von 1928 bis 1929 erbaute Gebäude wurde ursprünglich Union Trust Building genannt und ist ein bedeutendes Beispiel für Art-déco-Architektur.
Architekt Wirt Rowland setzte beim Gebäude auf Monel-Metall statt auf Messing und Bronze. Statt klassischer Verzierungen verwendete er farbige Ziegel, Stein und Terrakotta in geometrischen Mustern. Die Fassade besteht aus fast zwei Millionen orangefarbenen Ziegeln und Terrakottafliesen.
Reversible Destiny Lofts, Tokio, Japan
Die Reversible Destiny Lofts, also Wohnungen, die das Schicksal umkehren sollen, stehen in Tokio. Die neun Lofts der Designer Shusaku Arakawa und Madeline Gins wurden 2005 erbaut und sollen ihre Bewohner bewusst aus dem Gleichgewicht bringen.
Die Idee dahinter: Wer seine Wohnung zu bequem einrichtet, tut seinem Körper und Geist keinen Gefallen. Deshalb gibt es im Gebäude wellige Böden, kugelförmige Räume, Lichtschalter an ungewöhnlichen Stellen und kleine Öffnungen statt herkömmlicher Türen. Je unbequemer die Umgebung, desto stärker werden die Sinne gefordert und desto länger sollen Körper und Geist fit bleiben, so die Theorie der Designer.
Maishima Klärschlamm-Anlage, Osaka, Japan
Ebenfalls aus den Händen des österreichischen Architekten Friedensreich Hundertwasser stammt dieses Gebäude. Hundertwasser starb jedoch im Jahr 2000, ein Jahr bevor sein Gebäude fertiggestellt wurde.
Im Auftrag der Stadt Osaka übernahm Hundertwasser die architektonische Gestaltung dieser Schlammverwertungsanlage, die sich in der Nähe der Müllverbrennungsanlage befindet. Die Anlage dient dem Recycling von Klärschlamm zur Produktion von Ziegeln, Fliesen und Bodenplatten.
Die Maishima-Anlage sieht aus wie ein skurriles Schloss und wird oft mit einem nahe gelegenen Vergnügungspark verwechselt.
Leganés Zentralbibliothek, Leganés, Spanien
Die Bibliothek wurde 2019 erbaut. Der 12'000 Quadratmeter grosse Kulturkomplex erstreckt sich über zwei angrenzende Grundstücke und besteht aus zwei eigenständigen Gebäudeteilen, die sich ein grosses Untergeschoss teilen. Die geschwungene Fassade der Bibliothek entstand mit einer hinterlüfteten Konstruktion und grossen Keramikelementen, die an Buchrücken erinnern. Insgesamt wurden 9126 Elemente auf einer Unterkonstruktion aus Profilen angebracht, die an vierzehn Zentimeter dicken Betonfertigteilen befestigt wurde.
Croydon Colonnade, London, Grossbritannien
Dieser 50 Meter grosse Platz für Fussgänger in Londons Stadtteil Croydon besteht aus 16 riesigen Säulen und zwei grossen Mauern. Die Struktur wurde 2023 mit Tausenden von dreidimensionalen, handgefertigten Porzellanfliesen verkleidet. Und jede dieser Fliesen ist mit einer satten, dicken, durchscheinenden Glasur beschichtet. Die Basis ist ein tiefes Unterwasserblau, das oben zu einem cremigen Weiss verblasst. Entworfen wurde das Ganze vom Designer Adam Nathaniel Furman.
(kek)
