Kim Kardashian bringt den Micro-Bikini zurück – das Netz ist gespalten
Knapp, knapper, Kim Kardashian. Die Unternehmerin rührt derzeit kräftig die Werbetrommel und präsentiert sich auf Instagram in einem Micro-Bikini im angesagten Leoprint ihrer Unterwäschemarke SKIMS. Das winzige Stöffchen bedeckt dabei nur gerade das Nötigste.
Der Mini-Bikini für rund 60 Franken gehört zur Micro-Fits-Everybody-Kollektion und soll, wie der Name verspricht, jedem Körper passen. In den Kommentaren zeigen sich die User jedoch geteilter Meinung.
Neben zahlreichen Herzchenaugen-Emojis und Vergleichen mit «Baywatch» wird auch Kim Kardashians Beziehung zu Lewis Hamilton zum Thema. So witzelt ein User: «Das ist der Grund, warum Lewis Hamilton in dieser Saison so gut abschneidet.» Viele können dem Design allerdings wenig abgewinnen. «Kimberly, das passt nicht jedem», schreibt eine Person. Darauf kontert ein anderer scherzhaft: «Es passt nicht mal Kimberly, lol.» Wieder jemand anderes stellt gleich die Funktion des Oberteils infrage: «Wie kann das überhaupt noch ein BH sein?»
Auf den Mikro-Teilchen scheint Kim Kardashian jedoch nicht sitzen zu bleiben. Besagter Leo-Bikini ist schon ausverkauft. Sogar eine Art Mini-Borat-Anzug ist schon nicht mehr verfügbar.
Vorteile und Nachteile
Ob der Micro-Bikini tatsächlich zum nächsten grossen Trend wird? Eher fraglich. Obwohl das spärliche Stofffetzchen im Koffer nicht viel Platz wegnimmt und weniger Stoff theoretisch auch mehr Bräune bedeutet, könnte es bei einer grösseren Welle doch schnell mal was verrutschen.
Und wer nicht auf die Schwerkraft pfeift oder mit Silikon nachhilft, dürfte dem Oberteil ebenfalls nicht allzu viel abzugewinnen haben. Von den hauchdünnen Trägern, die sich spätestens nach einem Badetag in die Schultern graben, wollen wir gar nicht erst anfangen. Wer aber auffallen möchte, gerne Trends ausprobiert und mit ein paar irritierten Blicken leben kann, findet im Micro-Bikini definitiv ein Statement-Piece.
Ehemals ein Protest-Produkt
Neu ist der Micro-Bikini allerdings nicht. Als Reaktion auf die in den USA Anfang der 1970er-Jahre verschärften Nudismusverbote kamen die winzigen Zweiteiler auf den Markt. Selbst grosse Modehäuser scheuten sich nicht vor dem gewagten Trend: 1996 präsentierte Karl Lagerfeld für die Frühjahrskollektion von Chanel einen Micro-Bikini und sorgte damit für einen kleinen Skandal.
@documoda The famous Chanel micro-bikini from Spring Summer 1996 collection titled “Karl Hits the Mall”
♬ Recorddeals - 1 9 0 5 & Former City Records
