Hummertasche und Hodensack-Parfüm: Diese Luxusprodukte gibts tatsächlich zu kaufen
Die Schönen und Reichen zeigen dem gemeinen Volk gerne, dass sie schön und vor allem reich sind. Dies schaffen sie insbesondere mit teils skurrilen Luxusprodukten aus dem Modehaus ihres Vertrauens. Ob Taschen in Tierform, Alltagsgegenstände mit schwindelerregenden Preisen oder Parfümflakons in der Form von Geschlechtsteilen: Es gibt nichts, was es nicht gibt, wie diese Beispiele zeigen:
Hummertasche
Pharrell Williams hat vergangenes Jahr mit dem japanischen Streetwear-Designer NIGO für Louis Vuitton eine Tasche in Form eines Hummers designt. Man fragt sich jetzt, wieso gerade ein Hummer? Doch die Tiere werden gerne in hochpreisigen Restaurants angeboten, weswegen es durchaus passt, wenn die finanziell gut Aufgestellten die Hummer nun auch als Statussymbol am Handgelenk herumtragen. Williams war übrigens nicht der erste, der Hummer für sich entdeckt hat. Schon 1937 brachte Elsa Schiaparelli in Zusammenarbeit mit Salvador Dalí das ikonische Hummerkleid heraus.
Die Hummertasche erfreute sich grosser Beliebtheit und ist zurzeit nur noch auf Zweitverkaufsplattformen zu finden. Ein Modell wird auf Vestiaire Collective für rund 27'000 Dollar angeboten.
Neben der Kulttasche gibt's bei Louis Vuitton die Tierchen auch als Portemonnaie oder Taschenanhänger. Letzterer kostet 845 Franken.
Louis Vuitton liebt es anscheinend, Taschen in Tierformen auf den Markt zu bringen. Ebenfalls gab es schon die XXL-Hundereisetasche oder die Delphintasche.
Hodensackparfum
Der Zürcher Modedesigner Yannik Zamboni hat mit seinem Modeunternehmen Maison Blanche ein Hodensack-Parfüm herausgebracht. Dieses hat aber nur eine solche Form und soll nicht wie untenrum duften. Im Gegenteil: Die Düfte erinnern Zamboni an die Seifen und Bettwäsche seiner Kindheit und Jugend. Die drei Parfüms heissen Kink, Breed und Queerdo. Ein Fläschchen mit 100 Millilitern kostet dabei stolze 289 Franken. Inspiriert wurde der Designer bei der Form ausgerechnet von Donald Trump. Anstelle von «Grab 'em by the pussy» soll hier das Motto lauten: «Grab 'em by the balls».
Yannik Zamboni ist einigen vielleicht als Gewinner von «Making the Cut» bekannt. Auch bei «Germany's Next Topmodel» hatte er einige Auftritte und sorgte mit seinen auffälligen Outfits für Gesprächsstoff.
Box-Sofa
K.o. nach einem anstrengenden Arbeitstag? Wem gängige Sofas zu langweilig sind, der kann auf dieses Exemplar in Form eines Boxhandschuhs zurückgreifen. Das gute Stück kostet rund 17'700 Franken und ist aus strapazierfähigem Nappaleder gefertigt. Gewählt werden kann aus verschiedenen Farben. Für Fans des gepflegten Boxsports gibt es beim Hersteller zudem noch den passenden Boxsack.
Ebenfalls zum Thema passend: diese Tasche von Moschino in Form eines Boxhandschuhs:
Gaga-Schuhe
Bei diesen Schuhen der Marke Comme des Garçons kann Lady Gaga mit ihren Plateauheels einpacken, denn damit fällt man wirklich auf. Für rund 2300 Franken sind die Derby-Schuhe aus Kalbsleder zu haben. Was die Designer dafür inspirierte, kann nur vermutet werden: ein Arschtritt, das Eintreten einer Türe oder Aschenputtels Stiefschwestern mit den zu grossen Füssen? Wir werden es wohl nie erfahren.
Mit diesen Fellschuhen von Moschino bleiben die Füsse zwar kuschelig warm – gleichzeitig weht den Fersen aber stets ein frisches Lüftchen entgegen. Für rund 590 Franken können Mode-Mutige damit durch die Strassen flanieren.
Maistasche
Nein, Moschino verkauft neuerdings nicht auch noch Lebensmittel. Dieser Maiskolben ist eine Tasche. Genauer gesagt ist es eine Clutch, also eine Tasche, die keinen Trageriemen hat und die man die ganze Zeit in den Händen halten muss. Moschino ist ja für seine schrägen Kleidungsstücke und Accessoires bekannt, damit schiesst sie aber den Vogel ab. Wer ein Statement setzen will, bekommt die Kunststofftasche für 1375 Franken.
Noch ein wenig elitärer wirkt diese Clutch von Cult Gaia in Traubenform. Man stelle sich vor, auf einer Récamière zu ruhen und sich genüsslich mit Trauben füttern zu lassen.
Picknick de Luxe
Wer kennt es nicht: Man hat mal wieder Lust auf ein kleines Picknick auf der Yacht, möchte das Baguette mit Trüffelbutter und Kaviar aber nicht auf schnöden Plastiktellern verspeisen. Bei Hermès gibt es dafür das perfekte Picknickset. Zum Korb aus handgeflochtener Korbweide und glattem Outdoor-Jungstierleder kommen Kristallbecher, Porzellanteller und Besteck mit dazugehörigen kleinen Täschchen.
Wer zum Essen auch noch einen Champagner geniessen möchte, kann diesen im Getränkehalter für 1500 Franken stilvoll transportieren. Wem der Korb für sein Festmahl nicht reicht, der ist zusätzlich mit der Picknicktasche für 3400 Franken für den Tag gerüstet.
Springseil
Viele haben es auf dem Schulhof genutzt: das Springseil. Gehüpft wird wohl auch noch bei den oberen Zehntausend, denn einige Modehäuser wie Gucci oder Balenciaga verkaufen Luxusvarianten für um die 1150 Franken.
Bei Gucci wird das verstellbare Springseil in einem Lederetui und mit einem Ersatzseil geliefert, falls man mal zu wild herumspringt.
Thron
Hinfort, Pöbel! Für Könige und Menschen, die sich wie solche benehmen, braucht es natürlich auch die passende Sitzgelegenheit. Dieser Thron für rund 14'000 Franken verspricht ein Gefühl von Erhabenheit und verleiht den nötigen Abstand zum gemeinen Fussvolk. Mit dem integrierten roten Teppich aus Bambusseide wird der Weg der Macht gleich gekennzeichnet.
