Swifties stürzen sich nach Swift-Hochzeit auf Müllsouvenirs
Aus Scheisse Gold machen: Dies könnte das Motto des New Yorker Künstlers Justin Gignac sein, denn er verkauft Abfall, der vor dem Madison Square Garden auf der Strasse lag. Hintergrund ist die Hochzeit von Megastar Taylor Swift und Footballer Travis Kelce. Die zwei heirateten vergangenes Wochenende in der New Yorker Arena. Zum Leidwesen vieler Fans drang nur wenig von der grossen Sause an die Öffentlichkeit.
Der findige Unternehmer sah wohl eine Marktlücke, denn er machte sich mit einem Klauengreifer zum Madison Square Garden auf, sammelte den dortigen Müll und kreierte mit den Fundstücken kleine Souvenirs. Diese verschacherte er in kleinen Schaufensterboxen im Taschenformat an die verzweifelten Swifties, die bis dahin von ihrem Idol nur spärlich mit Infos versorgt worden waren.
Seine Mission am 3. Juli beschrieb Gignac in einem Telefonat mit Hyperallergic so: «Es war nicht so schmutzig, wie ich erwartet hatte.» Lange suchen musste er zudem nicht, wie er erzählte: «Ich fand viele Flaschenverschlüsse, Zigarettenkippen und einen AirPod auf dem Zebrastreifen – das war eine Premiere, obwohl das wahrscheinlich die einfachsten Dinge sind, die man verlieren kann.»
25 Dollar pro Box
Den gefundenen Müll packte der Künstler in 50 durchsichtige kleine Schachteln, angeschrieben mit Datum und der Bezeichnung «NYC Pocket Garbage» und «Just Married». Ein Stück kostet 25 Dollar. Die ganze Aktion gehört zu Gignacs Projekt «New York City Garbage» (2001–laufend).
Der Künstler erzählte dem Magazin, dass er das Unternehmen während eines College-Praktikums startete, um einem Kollegen zu beweisen, dass das Verpackungsdesign keine Rolle spielt.
Ein anfänglicher Gag wird zur Kunst
Anfangs verkaufte er die Müll-Souvenirs für 5 Dollar, nach einer Preiserhöhung wurden sie zum Sammlerstück. Bislang hat Gignac über 1700 Würfel verkauft.
Der Künstler schuf auch Ausgaben rund um historisch bedeutsame Ereignisse, darunter Barack Obamas erste Präsidentschaftseinführung oder den Tag, an dem die Homo-Ehe in New York legalisiert wurde.
Auch die Swift-Hochzeit gab genügend Anlass, um eine Special Edition zu kreieren, denn die Spekulationen, die grosse Begeisterung der Fans, Swifts Milliardärinnenstatus und die Störung des öffentlichen Verkehrs gaben zu reden.
(kek)
