Zwei Schweizer Vertreter in den Top 10 – das sind die lebenswertesten Städte der Welt
Kopenhagen bleibt die lebenswerteste Stadt der Welt: Im jährlichen Ranking der britischen Economist-Gruppe belegt die dänische Hauptstadt bereits zum zweiten Mal in Folge den Spitzenplatz. Gleich in drei Kategorien – Stabilität, Bildung und Infrastruktur – erzielte die fahrradfreundliche Metropole die Höchstwertung von 100 Punkten. Damit setzt sich Kopenhagen erneut gegen zahlreiche internationale Konkurrenten durch.
Auf den Plätzen 2 und 3 folgen wie im Vorjahr die österreichische Hauptstadt Wien sowie Melbourne in Australien. Dahinter reihen sich Sydney, Zürich, Genf und Osaka ein. Die beiden Schweizer Städte in den Top 10 büssen vor allem in den Kategorien Infrastruktur sowie bei Kultur und Umwelt Punkte auf die absoluten Spitzenreiter ein.
Ebenfalls unter den zehn lebenswertesten Städten der Welt sind Adelaide, Vancouver und Tokio. Auffällig ist, dass Tokio als einzige Megastadt den Sprung in die Top 10 schafft. Grosse Metropolen verlieren im Ranking häufig Punkte aufgrund von Verkehrsproblemen, hoher Bevölkerungsdichte oder Kriminalität.
Während Westeuropa erneut als lebenswerteste Region der Welt gilt, verzeichneten die Staaten am Persischen Golf in diesem Jahr die grössten Rückschritte. Nach den militärischen Auseinandersetzungen zwischen Iran und Israel verschlechterte sich die Sicherheitslage in mehreren Städten deutlich. Besonders stark betroffen ist Muscat im Oman, das im Ranking gleich 14 Plätze verlor. Auch Doha in Katar sowie Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten rutschten aufgrund der verschlechterten Stabilitätsbewertung ab.
Zu den grössten Gewinnern zählen dagegen chinesische Städte. Dank jahrelanger Investitionen in das Gesundheitswesen verbesserten sich sämtliche chinesischen Städte im Ranking. Nach Angaben der EIU wurden unter anderem der Zugang zur medizinischen Versorgung ausgebaut und das Ziel verfolgt, dass Gesundheitseinrichtungen für alle Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von 15 Gehminuten erreichbar sind. Dennoch verhindern Faktoren wie Umweltprobleme und staatliche Überwachung bislang bessere Platzierungen.
Damaskus bleibt Schlusslicht im Ranking
Am unteren Ende des Rankings hat sich dagegen wenig verändert. Schlusslicht bleibt erneut Damaskus in Syrien, das seit 2013 den letzten Platz belegt. Ebenfalls neu unter den zehn am schlechtesten bewerteten Städten ist die iranische Hauptstadt Teheran, deren Bewertung infolge des Irankrieges weiter sank. Laut der EIU sind die Städte am Ende der Rangliste nahezu ausnahmslos von Krieg, Armut oder beidem betroffen – insbesondere die Kategorie Stabilität fällt dort besonders schlecht aus.
Den sogenannten Global Liveability Index 2026 erstellt die Forschungs- und Analyseabteilung der Economist Group namens EIU (Economist Intelligence Unit). Der Index bewertet 173 Städte rund um den Globus anhand von 30 Indikatoren in verschiedenen Kategorien, darunter auch Gesundheitswesen, Kultur und Umwelt. (pre/sda)
