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Brooklyn Beckhams Pop-up-Beiz war «fade, abstossend, unangenehm»

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«Fade, abstossend, unangenehm»: Brooklyn Beckhams Pop-up-Beiz stösst nicht auf Liebe

08.02.2024, 17:5708.02.2024, 17:57

Der Tipp, dass Tintenfische weicher werden, wenn man einen Weinkorken ins Kochwasser gibt, ist von Fachleuten längst der Fake-Newsigkeit überführt worden. Auch wenn es angeblich eine alte sizilianische Weisheit sein soll. Ist es nicht.

Aber ein Ammenmärchen, an das einer neuerdings auch in anderen Zusammenhängen glaubt: Brooklyn Beckham, Sohn der Victoria und des David, Model, Fotograf und Koch aus Berufung, bereitet seine Bolognese, oder was auch immer das sein soll, mit einem Weinkorken zu. Und sicher auch ein paar Hundehaaren, wie aufmerksame Beobachter feststellten.

Uber Eats UK machte am 25. Januar mit Brooklyns verkorkter Kocherei Werbung für seinen grossen Auftritt als Koch in London. Gut, er selbst war nicht da, er sass und ass mit seiner Frau Nicola Peltz zusammen in Los Angeles, aber für Uber Eats hatte er im Norden von London einen Pop-up-Lieferdienst organisiert. Für ganze zwei Tage.

Korken und Hündchen im Detail

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Bild: via instagram

Er hatte fünf Gerichte entwickelt: Ein Sandwich nach einem Rezept seiner Oma, Chicken Tikka Masala, Spaghetti Bolognese, Dumplings mit Schweine-und-Crevetten-Füllung, Blumenkohl mit Buffalo-Wings-Marinade. Also einmal um die ganze Welt. Macht Sinn. Kann ja jeder Koch alles. Die Kosten lagen jeweils um die 12 Pfund. Verpackt in edlen schwarzen Hochglanz-Papiertüten, auf denen stand «Uber Eats Hosts Brooklyn Beckham».

Die Zeitschrift «Tatler», die sonst alles, was aus reichen britischen Häusern und Köpfen kommt, nur super findet, hat degustiert. Das Urteil ist verheerend. Und sehr lustig.

«Der Geschmack der verschiedenen Gerichte war eine so einzigartige Kombination aus fade und abstossend, dass es schwer ist, die ‹coolen Orte› zu finden, die als Inspiration dienten. Ein Schuhladen? Seine ledrigen Knödel und gummiartigen Nudeln deuten jedenfalls darauf hin. Ein Freund, der das Tikka Masala probierte, machte Beckham ein Kompliment, er meinte, es sei eigentlich ziemlich beeindruckend, dass etwas, das ‹nach wenig schmeckt›, ‹so unangenehm riechen› könne.

Vielleicht hat das Essen auf der gefährlichen Reise in den tiefen Norden Londons etwas von seinem Geschmack verloren? Aber eigentlich müsste man mit dem Fahrrad nach New York und zurück (über den Atlantik) fahren, um diese Art von sensorischer Abstumpfung zu rechtfertigen.»

Der «Tatler» riet dem ambitionierten Möchtegern-Koch, er solle sich doch bei seiner Mutter, die schliesslich zu den Spice Girls gehörte, erkundigen, wie man richtig mit Gewürzen umgehe. Wieviel Geld er von Uber Eats für seinen Stunt erhält, ist noch nicht bekannt, Uber Eats sagt «ausreichend».

(sme)

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