Megaspoiler: Nein, sie tun es nicht. Das Mega-Fundraising-Event für die Wahlkampagne von Kamala Harris findet nicht statt. Bis jetzt jedenfalls nicht. Also noch nicht. Denn vielleicht bringt die Gerüchteküche, die vorgestern Dienstag zu brodeln begann und gestern Mittwoch mindestens die Welt aller Swifties glücklich durchschüttelte, Beyoncé und Taylor Swift ja auf eine gute Idee. Vielleicht telefonieren oder zoomen sie schuss und beschliessen, dass man das eigentlich schon machen könnte.
Denn plötzlich waren da sehr detaillierte Breaking News: Die beiden Superpopstars sollten gemeinsam mit anderen (Billie Eilish, Ariana Grande, Jay-Z, Kendrick Lamar wurden bereits genannt) in einem noch nie dagewesenen, komplett alle Dimensionen sprengenden Konzert im SoFi Stadium in Inglewood bei Los Angeles auftreten. Und dabei sehr viel Geld für den Wahlkampf von Kamala Harris machen. Das soziale Medium formerly known as Twitter war on fire. Seltsam war allerdings, dass bereits alles feststand, bloss kein Datum, auch kein ungefähres.
«Monumental» sollte es werden, sagte die Celebrity-Seite ukdiscoverer.com – und alle glaubten es. Obwohl ein auch nur halbwegs genauer Blick auf die Seite verraten hätte, dass es sich bei dem Medium um kein seriöses handelt.
Auch wenn die beiden Frauen da mit einem engagierten Statement zitiert wurden: «Dieses Konzert ist unsere Art, unsere Plattformen zu nutzen, um eine Führungspersönlichkeit zu unterstützen, die sich dafür einsetzt, einen positiven Einfluss auf unser Land auszuüben ...»
Die Factcheckingseite snopes.com, die ukdiscoverer.com bereits mehrfach der Fehlinformation überführt hatte, checkte also die Fakten und fand heraus, dass es keine Pläne für ein gemeinsames Konzert gibt und dass die beiden Superstars auch gar nie ein gemeinsames Statement verfasst haben.
Weder Beyoncé noch Taylor Swift haben bereits öffentlich bekannt gegeben, dass sie Kamala Harris unterstützen. Beyoncé hat schon die Obamas unterstützt und Kamala Harris erlaubt, ihren Song «Freedom» für ihre Wahlkampagne zu benutzen, für Taylor Swift wäre es die erste direkte Solidarisierung mit einer Politikerin oder einem Politiker.
Aber was nicht ist, kann noch werden. Schön, gigantisch und monumental wäre es auf jeden Fall.
(sme)
Ist das nicht Beyoncés Song?! Nur so wegen Faktenchecker.
Ich bin gespannt, was allgemein jetzt passiert und hoffe auf positives im Allgemeinen. 🙏