Fiasko um 55'500 Euro bei ARD-Quizshow «Gefragt – Gejagt»
Bei «Gefragt – Gejagt» sorgte eine Folge für ungewöhnlich viel Diskussion und auch einen Verdacht aus der Fangemeinde. Am 28. Mai 2025 verlor ein nach Punkten eigentlich starkes Kandidatenteam den Hauptpreis von 55'500 Euro im Finale.
Viele wittern Ungleichbehandlung, vielleicht sogar Betrug.
Empörung bei ARD-Zuschauern
Die vier Quiz-Gäste hatten über mehrere Runden gegen Jäger Sebastian Jacoby eine beeindruckende Summe zusammengetragen. Im Finale spielte das gesamte Team und erreichte beachtliche 15 richtige Antworten – ein Wert, der durchaus solide ist.
Die eigentliche Sensation: Trotz der starken Ausgangsposition liess Jacoby dem Team keine Chance, beantwortete alle Fragen mühelos und hatte am Ende rund 25 Sekunden übrig. Die Kandidatinnen und Kandidaten gingen leer aus.
Was zunächst wie ein reines Glücks- und Wissensdrama wirkt, löste unter Fans grosse Empörung aus. Etliche Personen fanden, dass die Finalfragen für das Team auffällig lang wirkten, während Jacoby anscheinend kürzere und eindeutigere Fragen gestellt wurden.
Ein Kommentar lautete:
ARD meldet sich mit Klarstellung
Die Redaktion von «Gefragt – Gejagt» und das Social-Media-Team griffen rasch ein, betonten aber, dass die Auswahl der Fragen im Finale nach festen Regeln abläuft. Die Gäste wählen den Umschlag, in dem sich die Fragebögen befinden, nämlich selbst.
Dahinter steckt laut Redaktion keinerlei Beeinflussung. Die unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgrade seien reiner Zufall und produktionsbedingt unvermeidbar. Auch viele langjährige Fans bestätigten schliesslich, dass im Format seit Jahren nach demselben Muster gespielt wird.
Ob gerecht oder nicht, bleibt für viele Fans Ansichtssache. Die Frustration über den Ausgang, gerade bei so hohen Gewinnsummen, ist dennoch verständlich. Besonders wenn mehreren Gästen schon im Vorfeld durch die Jäger das Weiterkommen verwehrt wurde, steigt der Druck im Finale natürlich noch einmal – und die Sensibilität für jede vermeintliche Benachteiligung wächst.
Am Ende bleibt die Gewissheit: «Gefragt – Gejagt» lebt vom Nervenkitzel, der grossen Unwägbarkeit und gelegentlich auch vom Gefühl, dass nicht immer alles in der eigenen Hand liegt.
