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Michelangelo-Zeichnung erzielt Auktionsrekord in New York

Diese winzige Michelangelo-Zeichnung wurde gerade für 27 Millionen Dollar verkauft

07.02.2026, 21:5707.02.2026, 21:57

Eine erst kürzlich entdeckte Zeichnung von Michelangelo ist bei einer Auktion von Christie’s in New York für 27,2 Millionen Dollar (rund 23 Millionen Euro) verkauft worden. Es handelt sich um eine nur wenige Zentimeter grosse Zeichnung eines Fusses, die als Vorbereitung für die Darstellung der Libyschen Sibylle an der Decke der Sixtinischen Kapelle gilt. Der Preis ist ein Auktionsrekord für Michelangelo und lag rund 20-fach über dem Schätzpreis.

Michaelangelo
Diese Zeichnung wurde für 27,2 Millionen Dollar verkauft.Bild: Christie’s

Nach Angaben von Christie’s dauerte das Bietergefecht rund 45 Minuten. Der Schätzpreis hatte ursprünglich bei 1,5 bis 2 Millionen Dollar gelegen. Die Zeichnung war zuvor unbekannt und wurde von einer Spezialistin des Auktionshauses identifiziert, nachdem der Eigentümer ein Foto über ein Online-Bewertungsportal eingereicht hatte. Es ist die einzige bekannte Studie Michelangelos zur Decke der Sixtinischen Kapelle in Privatbesitz. Das Deckengemälde gehört zu seinen berühmtesten Werken überhaupt.

«In den mehr als 23 Jahren, die ich in dieser Branche tätig bin, hatte ich das Privileg, viele grossartige Momente im Bereich der Alten Meister zu erleben – doch der heutige übertraf sie alle», sagte Andrew Fletcher, globaler Leiter der Abteilung Alte Meister bei Christie’s, der das Höchstgebot im Auftrag seines Kunden abgab. «Dies war vermutlich die einzige Gelegenheit, die sich einem Sammler jemals bietet, eine Studie zu dem wohl grossartigsten Kunstwerk, das je geschaffen wurde, zu erwerben.»

Von den rund 600 erhaltenen Zeichnungen des Künstlers stehen nur etwa 50 im Zusammenhang mit dem Freskenzyklus im Vatikan. Der bisherige Rekord für einen bei einer Auktion erreichten Wert für eine Zeichnung Michelangelos lag bei 24,3 Millionen Dollar. Der Käufer der Fuss-Studie wurde nicht genannt. (sda/dpa)

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7 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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raab23@gmail.com
08.02.2026 00:18registriert Mai 2022
Der kunsthandel ist neben drogen und waffen einer der unreguliersten märkte der welt.
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Rosalía war im Hallenstadion «hot for God» und göttlich
Die katalanische Künstlerin war am Sonntag zum ersten Mal in Zürich. Mit ihrem Album «Lux» und der gleichnamigen Tournee. Wir waren dabei.
Gibt es hier auch Hot Dogs? Das frage ich mich angesichts des Merchandising-Stands vor dem Hallenstadion, wo T-Shirts mit dem Aufdruck «Hot for God» verkauft verkauft werden. Der Stand versprüht ein bisschen Freikirchen-Feeling. Aber ich weiss ja, worauf ich mich bei Rosalía einlasse: auf eine dunkelblütige spanische Katholizismus-Show. Auf ein Karfreitagsgebet, auf Christus' diamantene Tränen, auf mystiszistische Verschmelzungs-Fantasien, auf einen Mikrophonständer, der von Spaniens berühmtester Kirche, der Sagrada Familia, inspiriert wurde, auf einen Orchestergraben, der einem Kirchenschiff nachempfunden wurde.
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