Schweiz
Aargau

Opfer verraten Telefonbetrüger PIN-Code zum Bankkonto

Opfer verraten Telefonbetrüger PIN-Code zum Bankkonto

10.03.2025, 16:2810.03.2025, 16:28

Im Kanton Aargau sind mehrere Personen Opfer einer neuen Betrugsmasche geworden. Telefonbetrüger nahmen den Opfern unter einem Vorwand die Bankkarte ab und verlangten den PIN-Code, wie die Polizei mitteilte. Die Unbekannten hoben dann Geld ab.

Im Fokus der plumpen Betrugsmasche stehen ältere Menschen, wie die Kantonspolizei Aargau am Montag mitteilte. In einem Fall seien einem 70-Jährigen mehrere Tausend Franken von seinem Bankkonto bezogen worden.

Bei der neuen Betrugsmasche hätten die Opfer ihre Bankkarte einer völlig unbekannten Person ausgehändigt und den PIN-Code übergeben. Zuvor hätten die Opfer mehrere Telefonanrufe erhalten. Diese neue Methode verlaufe ähnlich wie die Masche mit den falschen Polizisten.

«Bankberater» sprechen Schweizerdeutsch

Im konkreten Fall hatte ein Unbekannter den 70-Jährigen angerufen, wie die Polizei weiter berichtete. Ob er etwas von einer Bestellung bei einem Fachmarkt für Haushaltgeräte wisse, wollte der Anrufer wissen. Er sei nämlich vom Sicherheitsdienst der Bank und wolle den Betroffenen darauf aufmerksam machen, dass unberechtigt 6000 Franken von seinem Konto abgebucht worden seien.

Man würde den Betrag gutschreiben, jedoch aus Sicherheitsgründen die Bankkarten einziehen. Im Verlauf des Gesprächs erhielt der Senior nach Angaben der Polizei auch noch weitere «Bankangestellte» ans Telefon. Sie sprachen alle Schweizerdeutsch.

Wortreich wiesen diese ihn an, ihnen den PIN-Code zu nennen und die Karten einem Kurier auszuhändigen. Kurz danach stand dieser an der Haustüre, übernahm die Karten und verschwand. Als der misstrauisch gewordene Senior seine richtige Bank anrief, erfuhr er, dass bereits mehrere tausend Franken abgebucht worden waren. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
9 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Erlins Bach
10.03.2025 18:08registriert Mai 2019
Warum kompliziert, wenn's auch einfach geht. Muss glaub meine Eltern wieder mal briefen...
421
Melden
Zum Kommentar
9
Zur Blütezeit gab es 634 Kinos in der Schweiz – so viele sind davon noch übrig
Mit dem Corso stirbt in Zürich das nächste Traditionskino. Ein weiteres Anzeichen dafür, dass die Schweizer Kinolandschaft extrem unter Druck steht. Seit 1966 ist über die Hälfte der Schweizer Kinos von der Bildfläche verschwunden.
Es war einer der prestigeträchtigsten Standorte der Schweizer Kinolandschaft – nun ist auch das Corso am Zürcher Bellevue bald Geschichte. Unter der Woche hat die Stadt Zürich bekannt gegeben, dass die Kinobetreiberin Blue Entertainment den bestehenden Mietvertrag mit der Stadt im historischen Geschäftshaus am Bellevue aufgelöst hat. Der Kinobetrieb läuft noch bis 2029, dann ist Schluss. Grund für die Schliessung ist eine umfassende Sanierung des gleichnamigen Geschäftshauses, in dem es sich befindet.
Zur Story