Mehrere Drohnen beim AKW Gösgen gesichtet – Anwohner alarmieren Polizei
Am Sonntagabend sind in der Solothurner Gemeinde Niedergösgen mehrere Drohnen in der Nähe des AKW Gösgen gesichtet worden. Dies berichtet SRF. Laut einem Augenzeugen sollen es mindestens sieben Stück gewesen sein. Sie seien in Richtung AKW unterwegs gewesen, so der Augenzeuge – die Anwohner hätten deshalb die Polizei alarmiert. Auf dem Gelände gilt ein Flugverbot.
Die Kantonspolizei Solothurn hat gegenüber SRF bestätigt, dass es einen solchen Einsatz gab. Nun laufen Ermittlungen. Dabei soll herausgefunden werden, wie viele Drohnen genau unterwegs waren und wie die genaue Flugroute aussah.
In der Folge wurde das Gelände rund um das Kraftwerk genauer überwacht, so Max Brugger, Leiter Information beim AKW Gösgen, gegenüber SRF. Gleichzeitig betont er, dass von solchen Drohnen keine grosse Gefahr ausgehe. «Die Bedrohung durch Drohnen ist im Hinblick auf die nukleare Sicherheit vernachlässigbar», sagt er. Die Sicherheit des AKWs sei also zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen.
Ob und wie genau sich das AKW in Gösgen gegen solche Drohnen schützt, ist unklar. Dies wird aus Sicherheitsgründen nicht kommuniziert. Abgeschossen oder gestoppt werden dürfen solche Objekte allerdings trotz Flugverbotszone nicht. Die AKW-Betreiber müssen bei Sichtungen die Polizei informieren, sagt ein professioneller Drohnenpilot gegenüber SRF, der verschiedene kantonale Polizeikorps ausbildet.
In den letzten Wochen und Monaten kam es immer wieder zu Meldungen über Drohnensichtungen in der Schweiz. Erst Anfang Juli wurden unbekannte Drohnen über einer Militäranlage in der Schweiz gesichtet. Auch in anderen Ländern Europas kam es zu diversen Sichtungen, welche in der Politik Debatten über die nationale Sicherheit auslösten. (dab)
