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Arbeitswelt

Asal 2.0: Erneute Panne bei IT-System der Arbeitsvermittlung

Erneute Panne bei IT-System der Arbeitsvermittlung

08.06.2026, 18:1808.06.2026, 18:18

Bei der Arbeitsvermittlung von Bund und Kantonen haben die IT-Systeme im Mai erneut vorübergehend nicht funktioniert. Das gab der Bundesrat in der Fragestunde des Nationalrates bekannt.

Die regionalen Arbeitsvermittlungen und die für Verfügungen zuständigen Stellen hätten tagelang nicht auf das System zugreifen können, schrieb Nationalrat Thomas Stettler (SVP/JU) in einer Frage. Die kantonalen Stellen seien blockiert gewesen und hätten nicht arbeiten können.

Nationalrat Thomas Stettler, SVP-JU, posiert zum Portrait, am Rand der Fruehjahrssession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 2. Maerz 2026 vor dem Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Val ...
Nationalrat Thomas Stettler.Bild: keystone

Zwischen den 11. und dem 18. Mai habe es Probleme gegeben, die aber mit der Inbetriebnahme des neuen Auszahlungssystems Asal 2.0 nichts zu tun hätten, schrieb der Bundesrat nun. Die neuen Störungen seien auf einen Ausfall des zentralen Authentifizierungssystems zurückzuführen gewesen.

Dieses nutzten mehrere Anwendungen der Bundesverwaltung sowie verschiedene kantonale Behörden. Probleme gab es auch mit von den regionalen Arbeitsvermittlungen genutzten Spezialanwendungen.

Anfang dieses Jahres führte der Wechsel auf das neue Auszahlungssystem Asal 2.0 zu Schwierigkeiten bei der Auszahlung von Arbeitslosengeldern und Neuanmeldungen. Erwerbslose mussten deshalb teilweise lange warten auf ihre ersten Auszahlungen. Es mussten deswegen auch Vorschüsse geleistet werden.

Seit März 2026 gebe es keine Zahlungsrückstände der Arbeitslosenkassen mehr, schrieb der Bundesrat. Erhebliche Fortschritte gebe es auch bei der Bearbeitung neuer Anträge. Schon im Frühjahr räumte die zuständige Bundesbehörde Fehler bei der Einführung von Asal 2.0 ein.

Allerdings gab es im Mai auch zwei kurze Unterbrechungen bei Asal 2.0, die aber rasch behoben werden konnten, wie der Bundesrat schrieb. Diese Vorfälle seien bedauerlich, stellten aber die allgemeine Stabilität der Systeme nicht in Frage. (hkl/sda)

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