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Seco-Mitarbeitende schreiben wegen IT-Chaos Briefe per Hand

papierkram, chaos
Bei den Arbeitslosenkassen herrscht seit Monaten Chaos.Bild: Shutterstock

«Fehlkonstruktion»: Seco-Mitarbeitende schreiben wegen IT-Chaos Briefe per Hand

27.04.2026, 09:4927.04.2026, 09:49

Das neue IT-System Asal 2.0, das am 6. Januar eingeführt wurde, sorgte unter anderem für verspätete Auszahlungen der Arbeitslosengelder. Vier Monate nach der Einführung herrscht bei den Arbeitslosenkassen noch immer Chaos.

Kündigungen und Krankschreibungen bei den Mitarbeitenden nehmen zu, berichtet der Tages-Anzeiger. Teilweise würden sie Briefe an die Versicherten per Hand schreiben, erzählt ein Mitarbeiter der Zeitung. Das IT-System kenne nur Standardfälle. «Entspricht ein Fall nicht einer der vorprogrammierten Schablonen, können Schreiben nicht digital generiert werden», sagt er. Das System sei eine «Fehlkonstruktion», sagt eine weitere Mitarbeiterin dem «Tages-Anzeiger».

Teilweise warten Arbeitslose noch immer auf ihre Gelder. Allein im April seien über neun Tage hinweg wichtige Funktionen ausgefallen, schreibt der «Tages-Anzeiger» unter Berufung auf interne E-Mails.

Mehr Fachpersonal notwendig – aber über 1 Jahr Anlernzeit

Anfang April hatte das Seco Fehler eingeräumt und gleichzeitig versichert, dass das Schlimmste überstanden sei. Das System funktioniere inzwischen «zuverlässig».

Jerome Cosandey, Leiter der Direktion fuer Arbeit, SECO spricht an einer Medienkonferenz ueber die Auswirkungen der Personenfreizuegigkeit auf den Schweizer Arbeitsmarkt, am Dienstag, 1. Juli 2025, in ...
Jérôme Cosandey, Leiter der Direktion für Arbeit und ab Mai stellvertretender Direktor des Seco, räumte Anfang April Fehler ein.Bild: keystone

Mitarbeitende der Arbeitslosenkassen sehen die Lage anders. Denn selbst wenn das System stabil laufe, erfordere die Bedienung von Asal 2.0 langfristig mehr Personal. Schweizweit seien rund 200 Neueinstellungen nötig, sagte der Direktor der Walliser Arbeitslosenkasse, Jean-Claude Frésard.

In Schaffhausen, Luzern und Genf hat sich der Personalbestand laut dem «Tages-Anzeiger» bereits erhöht. Es sei jedoch schwierig, Fachpersonal zu finden, da die Bedienung des neuen Systems so komplex sei, dass man mit über einem Jahr Anlernzeit rechne. (hkl)

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111 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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_Hypnos_
27.04.2026 10:17registriert August 2020
Alle Entscheidungsträger rund um Asal 2.0 gehören auf die Strasse gestellt. Sie haben klar bewiesen, dass sie ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind. Es kann und darf nicht sein, dass die öffentliche Hand im Bereich IT derart hohe Summen an Steuergeld für unbrauchbare und liederliche Produkte verschleudert. Auch die entsprechenden IT-Anbieter welche bei Entwicklung und Einführung solcher Projekte beteiligt waren, gehören je nach Situation zur Rechenschaft gezogen.
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Mannewbox
27.04.2026 09:55registriert April 2026
Egal es läuft einfach weiter... kein Schuldiger, keine Aufarbeitung kein gar nichts...
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Matrixx
27.04.2026 10:11registriert März 2015
Ich finde, man dürfte da durchaus mal den Lohn der Verantwortlichen kürzen und unter den Arbeitslosen, die auf das Geld warten, verteilen.
Dann ist die Pwnne bestimmt innert kürzester Zeit behoben.

Wenn das System so beschissen ist, und man dafür 1 Jahr lernen muss, bis man damit arbeiten kann, dann gehört das System gewechselt.

Hat sich da irgendjemand mit ChatGPT eine Software gebastelt und damit ein goldenes Näschen verdient, oder was soll das?!
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