Ständeratskommission ist gegen sechste Ferienwoche für Lernende
Mit mit 7 zu 4 Stimmen bei 1 Enthaltung beantragt die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S), die entsprechende Motion von SP-Ständerätin Flavia Wasserfallen (BE) abzulehnen. Das teilten die Parlamentsdienste am Freitag mit.
In den Augen der Mehrheit ist der Ferienanspruch nur ein Element von vielen, die die Attraktivität einer Lehrstelle ausmachen. Was die Motion verlange, sei ein unnötiger, punktueller Eingriff in die Verantwortlichkeit von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen. Diese seien zuständig für die Gestaltung der Arbeitsbedingungen.
Auch der Bundesrat beantragt ein Nein zur Motion. Die Minderheit der WBK-S hingegen sieht die Erhöhung des Ferienanspruchs als Bekenntnis zur Berufsbildung und zu besseren Arbeitsbedingungen für Lernende. Als nächstes entscheidet der Ständerat. Lehnt auch er die Motion ab, ist das Anliegen vom Tisch.
Gemäss dem Obligationenrecht haben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pro Jahr Anspruch auf vier Wochen Ferien. Für unter 20-Jährige besteht ein gesetzlicher Anspruch auf fünf Wochen Ferien. Arbeitgebern steht es aber frei, mehr Ferien zu gewähren. (sda)
