Luftverteidigung und Drohnen-Abwehr: So soll die Schweizer Armee modernisiert werden
Aufgrund der aktuell verschärften Bedrohungslage brauche die Armee eine Neuausrichtung, gab Verteidigungsminister Martin Pfister am Freitag vor den Medien in Bern bekannt. Dies, um künftig wieder als Einsatzarmee den Schutz der Bevölkerung und des Landes sicherstellen zu können.
So müssten eine Neuausrichtung der Einsatzkonzeption, Anpassungen in der Organisation und eine vorausschauende Rüstungsplanung vorgenommen werden, teilte der Bundesrat weiter mit. Ein Schwerpunkt der Reform liegt dabei auf der Anpassung der Führungsstruktur: Künftig sollen sämtliche Einsätze am Boden durch Einsatzdivisionen geführt werden.
Die Verschlankung führe zu einer deutlichen Reduktion der Anzahl höherer Stabsoffiziere. Die gesetzlichen Anpassungen dafür will der Bundesrat dem Parlament beantragen.
Drohnenbataillon bis 2028
Auch soll die Armee bis 2028 ein erstes Drohnenbataillon aufstellen. Dieses bilde den Kern für die systematische Einführung unbemannter Systeme. Die aktualisierte Rüstungsplanung sieht zudem vor, bis 2039 rund achtzig Prozent der Investitionen in die Abwehr der wahrscheinlichsten Bedrohungen zu lenken.
Im Vordergrund stünden dabei die Stärkung der Luftverteidigung, der Schutz von Armeeangehörigen sowie der Einsatz und die Abwehr von Drohnen. Die restlichen zwanzig Prozent der Mittel dienten dem Erhalt von Fähigkeiten zur Abwehr eines umfassenden militärischen Angriffs. (leo/sda)
