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Schweizer Rekruten werden laut Studie immer unsportlicher

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Während die durchschnittliche Punktzahl der Männer im Fitnesstest der Armee (FTA) sank, verbesserte sich die der Frauen.Bild: KEYSTONE

Schweizer Rekruten werden laut Studie immer unsportlicher – aber nur die Männer

08.09.2026, 12:3508.09.2026, 12:41

Die Fitness von Stellungspflichtigen nimmt seit Jahren ab. Während Schweizer Rekruten ihre sportliche Leistung eher überschätzten, zeigte sich bei freiwillig Dienst leistenden Frauen ein umgekehrter Trend, wie eine neue Langzeitstudie des Bundesamts für Sport zeigt.

Eine Langzeitstudie hat die Fitness von rund 700'000 Stellungspflichtigen und freiwilligen Frauen im Zeitraum zwischen 2006 und 2024 untersucht, wie das Bundesamt für Sport (Baspo) am Dienstag mitteilte.

Die Studie wurde von der Eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen (EHSM) in Zusammenarbeit mit der Schweizer Armee und der Universität Zürich durchgeführt. Ihre Resultate wurden im wissenschaftlichen Fachjournal «BMJ Open» publiziert.

Die Ergebnisse zeigen bei den jungen Männern einen leichten, aber stetigen Rückgang der körperlichen Leistungsfähigkeit. Konkret sank die durchschnittliche Punktzahl der Männer im Fitnesstest der Armee (FTA) von 74,2 auf 70,4 Punkte, während der Anteil derer, die sich selbst als «trainiert» einstuften, von 40 auf 56 Prozent anstieg.

Steigendes Alter und Pandemie als Faktoren

Die Forschenden erklären diesen Widerspruch damit, dass Menschen bei Befragungen zu Überschätzungen neigen. Ein Teil des Rückgangs führten sie zudem auf strukturelle Gründe, wie das steigende Rekrutierungsalter und die Bewegungseinschränkungen während der Covid-19-Pandemie zurück.

Der Fitnesstest der Armee umfasst die fünf Übungen Standweitsprung, Medizinballstoss, Rumpfkrafttest, Einbeinstand und Ausdauerlauf. Diese Fähigkeiten würden die heute beliebten Sportarten oft nicht spezifisch genug trainieren.

Das Gegenteil beobachteten die Forschenden bei den Frauen, die sich freiwillig für den Militärdienst meldeten. Ihre durchschnittliche Punktzahl im Fitnesstest verbesserte sich im Untersuchungszeitraum von 45,4 auf 49,9 Punkte. Auch ihr Anteil an als «trainiert» eingestuften Personen nahm von 50 auf 64 Prozent zu.

Die Studienautoren weisen jedoch darauf hin, dass es sich hierbei um eine selektierte und tendenziell sportlich motivierte Gruppe handle. (pem/sda)

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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jodok Kraskalli
08.09.2026 13:06registriert Mai 2021
Was für win reisserischer Titel…Logisch, weil such die unsportliche Männer zum Wehrdienst verpflichtet sind. Unsportliche Frauen melden sich wohl kaum freuwillig….
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FarisA
08.09.2026 13:16registriert Oktober 2025
Naja die einen werden per Geschlecht gezwungen. Die anderen sind Freiwillige. Wer ist wohl besser vorbereitet?
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Katerchen
08.09.2026 13:05registriert März 2023
Offenbar machen die angeblich so untrainierten Männer mit 70.4 Punkten immer noch massiv mehr Punkte als Die angeblich so trainierten Frauen mit 49.9 Punkten.
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