Schweiz
Armee

Pierre-Alain Fridez fordert PUK wegen F-35-Kampfjets

Pierre-Alain Fridez, SP-JU, spricht an der Fruehjahrssession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 5. Maerz 2026 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Andreas Becker)
Ex-Bundesrätin Viola Amherd habe sich nur mässig mit dem Thema Kampfjets auseinandergesetzt, sagt Pierre-Alain Fridez.Bild: keystone

Ex-SP-Nationalrat fordert Untersuchungskommission wegen F-35-Jets

10.09.2026, 07:1910.09.2026, 09:10

Der ehemalige SP-Nationalrat Pierre-Alain Fridez hat eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) zur F-35-Beschaffung gefordert. Er vermute hinter den umstrittenen Angaben zum Fixpreis mehr als ein Missverständnis, wie er in einem Tamedia-Interview sagte.

Er sei überzeugt, dass Verantwortliche bewusst falsche Aussagen gemacht hätten, um den Kauf der F-35-Kampfjets durchzusetzen, sagte Fridez in dem am Donnerstag publizierten Gespräch. Die frühere Verteidigungsministerin Viola Amherd nimmt er dabei teilweise in Schutz. «Ich glaube, sie hat sich tatsächlich zu sehr auf ihre Fachleute verlassen. Ihr Verschulden ist, dass sie sich offensichtlich nur mässig mit dem Thema auseinandergesetzt hat – und vieles glaubte, was man ihr sagte.»

ARCHIV -- DER NATIONALRAT TRITT AUF KAUF DES F-35 JETS EIN -- Lockheed Martin F-35A fighter jet is pictured during a test and evaluation day at the Swiss Army airbase, in Payerne, Switzerland, Friday, ...
Die F-35-Kampfjets werden die Schweiz sehr viel teurer zu stehen kommen als angekündigt.Bild: keystone

Fridez hatte bereits 2022 in einem Buch die Darstellung des Bundes infrage gestellt, wonach für die Kampfjets ein Fixpreis vereinbart worden sei. Er habe amerikanische Dokumente und Gesetze zu Waffenverkäufen ausgewertet. Daraus sei für ihn hervorgegangen, dass die USA bei solchen Geschäften lediglich Richtpreise angäben.

Der frühere Nationalrat erhebt zudem Vorwürfe gegen das Bundesamt für Rüstung Armasuisse. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass die Evaluation zugunsten der F-35 ausgerichtet worden sei. Eindeutige Beweise dafür habe er allerdings nicht, sagte Fridez. Eine PUK müsse die Beschaffung deshalb nochmals aufrollen. (sda)

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94 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jürg Aeschbach
10.09.2026 07:31registriert Mai 2018
Dieses sogenante "Missverständnis" kostet 1 Milliarde.
Es ist an der Zeit so einige Missvertändnisse in Bern durchzumisten!
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tops
10.09.2026 07:49registriert Juni 2018
Das darf man gerne auf die Luftabwehr und Pistolen Beschaffungen ausdehnen und mal genau hinsehen wer davon profitiert.
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Trio_Duo
10.09.2026 07:36registriert Februar 2025
Amherd und vor Gericht. Fliegervertrag stornieren und Beschaffung neu ansetzen. Rückgrat zeigen... Aber ey. Unser Parlament ist komplett überfordert... Da wird sich nix tun...
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