Bergbahn-Mitinitiant will Zufahrt ins Kandertal beschränken
Der Mitinitiant der geplanten Bergbahn Kandersteg-Elsigenalp (LKE) hat Zufahrtsbeschränkungen für Autofahrer ins Kandertal gefordert. «Ohne Schranken im unteren Kandertal wird es nicht gehen», sagte Lukas Eichenberger im Interview mit der «Berner Zeitung».
«Wir werden nicht darum herumkommen, Fahrzeuglenkende, die keinen reservierten Parkplatz oder ein Ticket für den Autoverlad Lötschberg oder eine Übernachtung haben oder Einheimische oder Gewerbler sind, weiter unten im Tal aufzuhalten», sagte Eichenberger weiter.
Mehr Parkplätze bedeutet mehr Autos
Der Tourismusort leide insbesondere an Feiertagen sowie im Juli und August unter Verkehrs- und Parkplatzproblemen. Mehr Parkplätze zu schaffen, sei keine Lösung, weil dies zusätzlichen Autoverkehr anziehe.
Die Verkehrsfrage steht auch im Zusammenhang mit der geplanten Luftseilbahn zwischen Kandersteg und der Elsigenalp. Das Projekt dürfe die bestehenden Probleme nicht verschärfen, sagte Eichenberger. Mit der neuen Bergbahn sei zudem die Einführung des Halbstundentakts der BLS vorgesehen.
Für eine umfassende Mobilitätslösung sei eine Taskforce eingesetzt worden. Darin seien neben der Gemeinde, den Bergbahnen und dem Tourismus auch Vertreter des Bundesamts für Strassen (Astra) vertreten. Geprüft würden unter anderem Park-and-Ride-Lösungen im unteren Kandertal.
Die geplante 3,6 Kilometer lange Luftseilbahn soll den Bahnhof Kandersteg in knapp zehn Minuten mit dem Gebiet Hohmatti auf der Elsigenalp verbinden. Das Gesamtprojekt wird derzeit mit rund 80 Millionen Franken veranschlagt. Der erforderliche Eintrag in den kantonalen Richtplan steht noch aus. Eine Eröffnung bis 2032 hält Eichenberger weiterhin für möglich. (sda)
