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Gotthard: Tunnelbohrer erreichen Etappenziel

Die Mineure sind aus der Tunnelbohrmaschiene gestiegen und posieren fuer Erinnerungsfotos, nach dem Durchstich der noerdlichen Stoerzone der 2. Gotthard Strassentunnel Roehre in Goeschenen am Mittwoch ...
Mineure posieren nach dem Durchstich der nördlich Störzone.Bild: keystone

Störzone Nord: Tunnelbohrer am Gotthard erreichen Etappenziel

29.04.2026, 14:4929.04.2026, 14:49

Die Mineure, welche die zweite Röhre des Gotthardstrassentunnels ausbrechen, haben am Mittwoch feiern können: Sie haben von Göschenen UR her nach rund 14 Monaten Vortrieb ein Etappenziel erreicht.

Wie das Bundesamt für Strassen Astra mitteilte, brach die Bohrmaschine «Alessandra» kurz vor Mittag in die Kaverne der Störzone Nord ein. Ein Mineur durchschritt darauf die freigelegte Passage mit einer Statue der Heiligen Barbara. Die Märtyrerin ist die Schutzpatronin der Bergleute.

Die Kaverne befindet sich rund vier Kilometer tief im Berg. Sie war bereits 2024 über einen separaten Stollen bergmännisch ausgebrochen worden. Grund dafür ist, dass es dort über eine Strecke von rund 320 Metern lockeres Gestein gibt. Ein Ausbruch wäre in der Störzone mit einer Tunnelbohrmaschine nicht möglich gewesen, wie das Astra erklärte.

Ab August wird wieder gebohrt

Die Kaverne wurde mit Stahlbögen, Ankern und Spritzbeton gesichert. «Alessandra» wird in den nächsten Wochen die Kaverne durchfahren und nach Angaben des Astra im August beginnen, sich weiter Richtung Süden zu bohren. Im ersten Abschnitt konnte die Maschine pro Tag bis zu 35 Meter Gestein ausbrechen.

Das Erreichen der Kaverne Störzone Nord sei ein Meilenstein für das Tunnelprojekt, teilte das Astra mit. Es zeige aber auch, wie herausfordernd der Tunnelbau am Gotthard sei.

Auf der Südseite des Gotthards ruht die Tunnelbohrmaschine mit dem Namen «Paulina» derzeit. Beim Vortrieb hatte es Probleme gegeben. Es hätten einige hundert Meter des Tunnels konventionell ausgebrochen werden müssen, weil die Tunnelbohrmaschine von vorne freigelegt werden musste, erklärte das Astra. Ab Mitte Mai nehme sie den Vortrieb Richtung Norden wieder auf.

Auch auf der Südseite gibt es eine Störzone, die mit Hilfe einer zuvor ausgebrochenen und gesicherten Kaverne gemeistert werden soll. Sie befindet sich rund fünf Kilometer vom Tunnelportal in Airolo TI entfernt und ist 400 Meter lang. Diese Arbeiten sollen bis September abgeschlossen werden. Damit werde auch «Paulina» die Störzone problemlos durchfahren können, teilte das Astra mit. (sda)

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