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Regierungsrat nimmt automatisiertes Fahren in Zürcher Richtplan auf

Ein Nissan WeRide Elektroauto, welches spaeter als selbstfahrendes Autos im oeffentlichen Verkehr im Furttal eingesetzt werden soll, faehrt mit einem Fahrer im Pilotgebiet fuer die Kartierung des Stre ...
Ein Nissan WeRide Elektroauto bei der Kartierungsfahrt für spätere selbstfahrende Autos im Furttal.Bild: keystone

Zürcher Regierungsrat nimmt automatisiertes Fahren in kantonalen Richtplan auf

11.09.2026, 14:5111.09.2026, 14:51

Der Zürcher Regierungsrat hat selbstfahrende Autos in den Richtplan des Kantons Zürich aufgenommen. Genauer die planerische Grundlage dafür. Der Kanton verabschiedet sich dafür von alten Strassenträumen, wie dem «Ypsilon» in der Stadt Zürich, das als Stadtautobahn geplant war.

Die selbstfahrenden Autos sind im kantonalen Richtplan angekommen, wie der Kanton Zürich am Freitag mitteilte. Die planerische Grundlage lautet so: «Der Einsatz automatisierter Fahrzeuge im privaten wie im öffentlichen Verkehr soll auf die örtlichen Verhältnisse, insbesondere auf die Verkehrsplanung, den Verkehrsablauf, die Aufrechterhaltung und Stärkung des öffentlichen Verkehrs sowie die Aufenthaltsqualität abgestimmt sein.»

Der Kanton will Innovationen in diesem Bereich unterstützen, heisst es weiter. Erste Versuche mit selbstfahrenden Autos gibt es bereits, etwa im Furttal. Dafür stellte das Bundesamt für Strassen (ASTRA) eine Ausnahmebewilligung aus. Tesla und Uber kündigten bereits Vorhaben im Grossraum Zürich an. Dafür würde es ein Bewilligungsverfahren brauchen. Laut eines Sprechers des Amts für Mobilität wird dieses derzeit erarbeitet. Der Bund gewährte den Kantonen dafür eine Frist bis am 1. März 2028.

Stark vertreten ist im Bereich Mobilität auch das Velo. So sollen, neben einer verbesserten Erschliessung und dem Ausbau des Velonetzes, bei Verkehrsdrehscheiben genügend Veloplätze erstellt werden. Das Mountainbiken erhält ebenfalls einen Platz im Richtplan.

Velos statt Autos unter dem HB

Bei den Strassen- und Bahnprojekten passte der Kanton einiges an den Plan des Bundes, «Verkehr 45», an. Dazu zählt auch die endgültige Beerdigung des «Ypsilon» in Zürich. Die hochtrabenden Träume einer Stadtautobahn sollen nun ersatzlos gestrichen werden. Die Stadt Zürich tat bereits das ihrige, indem sie den vorgesehenen Stadttunnel unter dem Hauptbahnhof in einen Velotunnel umbaute.

Die Sihlhochbrücke in Wiedikon bleibt die letzte Erinnerung an das Ypsilon, der Seetunnel, der Adlisbergtunnel und der Anschluss am Sihlquai verschwinden aus der Planung.

Weitere Änderungen betreffen die öffentlichen Bauten und die Versorgung, etwa die Planung des Bildungsstandorts Wädenswil und eine Batteriespeicheranlage in einem Unterwerk.

Die Teilrevision des Richtplans liegt ab Montag bis am 14. Dezember öffentlich auf. Bürgerinnen und Bürger können sich dazu äussern und Einwendungen machen. Die überarbeitete Vorlage geht danach an den Kantonsrat. (sda)

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