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St. Gallen: Initiative für mehr Parkplätze kommt knapp zustande

Parkierte Autos stehen auf einem Parkplatz in der blauen Zone im Kreis 7 am Dienstag, 12. Mai 2026 in Zuerich Hirslanden. (KEYSTONE/Claudio Thoma)
Die Initianten fordern unter Anderem mehr Parkplätze in der Stadt (Symbolbild)Bild: keystone

St. Galler Parkplatz-Initiative knapp zustande gekommen

21.07.2026, 12:5821.07.2026, 12:58

In der Stadt St. Gallen ist eine Initiative gegen die Parkplatzpolitik von Stadtrat und Parlament eingereicht worden. Die erforderliche Zahl an Unterschriften wurde knapp erreicht. Damit kommt die Vorlage ins Stadtparlament. Danach dürfte es eine Volksabstimmung geben.

Für die Initiative hatte das Komitee, hinter dem der Verein Stadtstrasse steht, 1000 Unterschriften benötigt. Erreicht wurden schliesslich 1013 gültige Unterschriften, wie die Stadtkanzlei mitteilte. Damit sei das Volksbegehren zustande gekommen.

Im Initiativtext heisst es, die Parkplatzpolitik der Stadt St. Gallen behindere die Einwohnerinnen und Einwohner sowie Besucherinnen und Besucher in ihrer Mobilität, schwäche die Vereins- und Freiwilligenarbeit und schade dem Gewerbe.

Zu den zentralen Forderungen gehören eine «moderate Anzahl» oberirdischer Parkplätze in Innenstadt und Altstadt «auf dem Stand von ca. 2015», Kurzzeitparkplätze für Kunden der Alt- und Innenstadt oder Parkflächen für öffentliche Bäder, Sport- und Freizeitanlagen und Grossveranstaltungen. All dies solle in einem Parkplatzreglement festgehalten werden.

In der Initiative geht es auch um Veloabstellplätze. Es fehle an geschützten Velokellern in den Wohnhäusern. Diese Abstellflächen seien aber für die Veloförderung unabdingbar.

Initiative gegen Parkgebühren

Der Verein Stadtstrasse hat bereits zuvor eine andere Initiative eingereicht, die am 28. Januar für gültig erklärt wurde. Darin geht es um die Parkgebühren, die in der Stadt St. Gallen verlangt werden.

Die Höhe sei missbräuchlich, kritisiert der Verein. Dies habe der Preisüberwacher festgestellt. Lenkungsmassnahmen in Form von höheren Gebühren müssten eine Wirkung erzielen. Diese bleibe aber aus. Das Volksbegehren wurde vom Parlament noch nicht behandelt.

Der Verein Stadtstrasse setzt sich nach eigenen Angaben für eine «bedürfnisorientierte Mobilität zu sozialverträglichen Preisen» ein und ist «parteipolitisch neutral». Präsidentin ist Eveline Ketterer, Vorstandsmitglied der Bewegung Aufrecht St. Gallen. (nil/sda)

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Pafeld
21.07.2026 15:05registriert August 2014
«Die Höhe sei missbräuchlich, kritisiert der Verein. (...) Lenkungsmassnahmen in Form von höheren Gebühren müssten eine Wirkung erzielen. Diese bleibe aber aus.»

Ich könnte mir ein Lachen nicht verkneifen, wenn die Stadtregierung Einsicht zeigt und die Parkgebühren weiter erhöht, bis eine Lenkungswirkung sichtbar wird.
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B-Arche
21.07.2026 13:48registriert Februar 2016
In Deutschland dasselbe. Es scheint dass alle wie die USA werden wollen.
Draussen sei alles so gefährlich, ich habe Angst im ÖV und ich will im dicken SUV mit dem Auto wieder in die Innenstadt auf subventionierter Parkfläche ohne Gebühren!!!!

Hat in Berlin die Wahl gewonnen.
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Hakuna!Matata
21.07.2026 13:32registriert Juni 2019
Ich verstehe die Grundhaltung/Erwartung nicht, dass die Stadt den Privaten möglichst günstige Parkplätze auf öffentlichem Raum subventionieren soll. Keine Fläche ist so günstig wie Parkplätze in der blauen Zone.

Für mich ist das Privatsache für private Fahrzeuge.

Es gibt genügend (freie) Parkplätze in unseren Städten. Mehr als genug. In Parkhäusern oder Einstellhallen. Aber die kosten halt mehr. Wer sich ein Auto kauft, sollte diese Kosten halt einberechnen.

Ausnahme: Handwerker, Lieferanten, Menschen die für z.B. Schichtarbeit auf das Auto angewiesen sind
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