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Hitzewelle in der Schweiz findet ihr Ende – Höhepunkt steht aber noch an

KEYPIX - Faithful shelter for the hot sun as Pope Leo's XIV arrives for his weekly general audience in St. Peter's Square at The Vatican, Wednesday, June 24, 2026. (KEYSTONE/AP Photo/Alessan ...
Ob Ventilator oder Sonnenschirm, bei der aktuellen Hitze ist jede Form der Abkühlung willkommen. Bild: keystone

Die Hitzewelle verabschiedet sich – aber erst kommt es zum grossen Knall

Das Ende der Hitzewelle steht uns bevor – wer jedoch auf eine deutlich spürbare Abkühlung hofft, wird enttäuscht. Bevor die Hitze weiterzieht, wird sie ihren bisherigen Höhepunkt am kommenden Wochenende erreichen.
24.06.2026, 15:2324.06.2026, 15:23

Seit nun bald einer Woche sinken die Maximaltemperaturen im Flachland kaum noch unter 30 Grad. An manchen Orten steigt das Thermometer gar auf über 35 Grad. Die Hitzewelle hat die Schweiz sowie weitere europäische Länder wie Frankreich und Spanien fest im Griff. Sie birgt erhebliche Gesundheitsrisiken für Mensch und Tier und verschärft die anhaltende Trockenheit.

Selbst die Hitzeresistentesten unter uns dürften sich mittlerweile gefragt haben, wie lange noch? Auf diese Frage hat Martin Eichmann von Meteonews eine klare Antwort: «So gut wie alle Modelle weisen auf eine Abkühlung der Temperaturen ab dem kommenden Montag hin. Die Hitzewelle wird noch bis und mit Sonntag anhalten, danach ist sie vorbei.»

Ab wann sprechen wir von einer Hitzewelle?
Während Meteorologinnen und Meteorologen in diversen Ländern nach drei aufeinanderfolgendenden Tagen mit über 30 Grad Tagestemperatur von einer Hitzewelle sprechen, unterscheidet sich die Schweizer Definition davon leicht. In der Schweiz wird von einer Hitzewelle gesprochen, wenn die Durchschnittstemperatur über Nacht und Tag gerechnet an mindestens drei aufeinanderfolgen Tagen nicht unter 25 Grad sinkt.

Hitzewelle zieht weiter – kühl wird es dennoch nicht

So sollen zu Beginn der kommenden Woche die Maximaltemperaturen in der gesamten Schweiz mit Ausnahme des Tessins erneut unter die 30-Grad-Marke fallen. Am Sonntagabend oder in der Nacht auf Montag würden dann auch erste Gewitter über die Schweiz ziehen. Für genaue Prognosen, wie stark diese ausfallen werden, sei es aber noch zu früh. Besonders in der Zentral- und Ostschweiz sowie in den Voralpen könnten die Regenschauer jedoch zu Beginn der Woche auch stärker ausfallen.

Wer nun hofft, die nächste Woche bringe eine spürbare Abkühlung mit sich, den oder die muss Michael Eichmann leider enttäuschen: «Die Luftfeuchtigkeit steigt durch die Niederschläge deutlich an, gleichzeitig bleiben die Temperaturen mit ca. 27 Grad noch immer relativ hoch. Dies führt dazu, dass sich die Hitze einiges schwüler anfühlt als aktuell, was nicht viel angenehmer sein dürfte.»

Die Hitzewelle wandert weiter Richtung Osten.
Die Hitzewelle wandert weiter Richtung Osten. Bild: screenshot wetteronline.ch

Die aktuelle Omega-Lage, das heisst ein Hochdruckgebiet, eingeklemmt zwischen zwei Tiefdruckgebieten, zieht derweil Richtung Osten weiter. In der kommenden Woche erwarten Länder wie Tschechien, Rumänien sowie weitere Länder in der Balkanregion Temperaturen um die 40 Grad.

«Temperaturrekorde werden reihenweise fallen»

Doch bevor die Hitzewelle weiterzieht, verabschiedet sich diese mit einer fulminanten Finissage, wie Michael Eichmann von Meteonews sagt: «Der Schweizer Allzeit-Hitzerekord für den Monat Juni steht auf wackligen Beinen und wird bald fallen.» Bereits heute würden die Temperaturen vereinzelt 35,5 Grad anzeigen. Es könne gut sein, dass der Höchstwert bereits morgen geknackt werde und dieser neue Rekord dann am Wochenende nochmals gebrochen werde, so der Meteorologe.

Am Samstag wird es nochmals heiss, richtig heiss.
Am Samstag wird es nochmals heiss, richtig heiss. Bild: screenshot meteonews

Die höchste je gemessene Temperatur in der Schweiz im Monat Juni wurde am 27. Juni 1947 in Basel gemessen. Das Thermometer zeigte damals 38,4 Grad an. Wird dieser Wert auf die aktuellen Gegebenheiten umgerechnet, so erhält man den aktuellen Rekordwert im Juni von 36,9 Grad. Diese Umrechnung werde vorgenommen, um frühere Daten mit den heutigen vergleichbar zu machen, sagt Michael Eichmann. Dies sei nötig, da sich beispielsweise Wetterstationen in der Zwischenzeit verschoben hätten oder andere Messtechniken eingeführt wurden.

Während dieser Rekord am Montag mit 36,6 Grad ebenfalls in Basel knapp verpasst wurde, sagen die Wetterprognosen für das Wochenende Temperaturen um die 38 bis 39 Grad in der Stadt am Rhein voraus. Auch in anderen Städten dürften die Temperaturrekorde am kommenden Wochenende reihenweise fallen, so der Experte von MeteoNews.

Wie lange die Abkühlung, die sich wohl gar nicht mal so stark wie eine solche anfühlen wird, anhält, sei aktuell noch nicht vorherzusagen. Erste Daten zeigten jedoch, dass ab Mitte der nächsten Woche die Temperaturen bereits wieder steigen könnten. (jul)

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Am Sonntag wurde es in Paris 37 Grad.

quelle: keystone / michel euler
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In Zukunft dürfte uns die Hitze noch härter treffen!
Video: srf
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