Zürcher Gemeinden rufen zum Wassersparen auf ++ Junirekord in Visp ++ Gewitter ziehen auf
Juni-Rekord in Visp
Zürcher Gemeinden rufen zum Wassersparen auf
«Lieber duschen statt Baden», heisst es in einem Flyer der Gemeinde Dinhard. Dieser ging diese Woche an alle Haushalte. Dinhard, aber auch Pfungen oder Maschwanden rufen ihre Bevölkerung zum Wassersparen auf. Auch die Gemeinden machen mit, etwa indem sie ihre Brunnen abstellen.
Die Spartipps empfehlen beispielsweise Regentonnen aufzustellen, um, wenn es denn regnet, mit dem so aufgefangenen Wasser später den Garten zu bewässern. Beim Duschen und Händewaschen sollen die Einwohnerinnen und Einwohner beim Einseifen das Wasser abstellen. Geschirr und Obst sollten sie im Becken waschen. Und wenn der Geschirrspüler benutzt werden muss, dann mit dem Kurzprogramm, empfiehlt die Gemeinde Dinhard.
Autos waschen, Swimming Pools befüllen oder Vorplätze mit Trinkwasser reinigen, sei derzeit nicht zu empfehlen, schreibt die Gemeinde Pfungen. Die Gemeinde müsse Trinkwasser aus externer Wasserversorgung zukaufen. Die anhaltende Trockenheit habe die Quellwasserzuläufe stark reduziert.
Die Waldbrandgefahr liegt im Kanton Zürich derzeit auf «erheblich», was Stufe 3 bedeutet. Brennende Streichhölzer und Funkenflug eines Grillfeuers könnten einen Brand entfachen. Auch Blitzschläge könnten Flächenbrände auslösen. (sda)
Gewitter im Norden der Schweiz
Strasse im Aargau wegen Hitzeschäden gesperrt
Heftige Gewitter über Interlaken
Waldbrandgefahr in der Ostschweiz
«Die unterdurchschnittlichen Niederschläge der letzten Monate führen im Zusammenhang mit dem anhaltenden sonnigen und heissen Wetter zu einer ausgeprägten Trockenheit», teilt das Land in einer Mitteilung vom Dienstag mit.
Im Bild: Waldbrand von 2023 in Bitsch.
Das Entzünden von offenen Feuern im Wald und in Waldnähe sei deshalb ab dem 24. Juni bis auf Widerruf verboten. «Grillstellen, auch festeingerichtete, dürfen im Wald und in Waldesnähe nicht benutzt werden», heisst es in der Mitteilung. Raucherwaren und Feuerzeuge dürfen nicht weggeworfen werden. «Eine Entspannung der Lage ist erst nach intensiven Regenfällen zu erwarten.»
Auch der Kanton Graubünden vermeldete am Montag je nach Gebiet eine erhebliche bis grosse Wald- und Flurbrandgefahr. Es brauche beim anstehenden Hochsommerwetter sehr grosse Vorsicht mit Feuer und Raucherwaren, schreibt der Kanton.
Im Kanton Glarus herrscht aktuell Gefahrenstufe 3 von 5, was ebenfalls einer erheblichen Waldbrandgefahr entspricht. Man solle deshalb beim Entfachen von Feuern grosse Vorsicht walten lassen, schreibt der Kanton auf seiner Website. (sda)
Mehrere hundert Fische sterben in einem St. Galler Weiher
Bis am Montagabend wurden rund 600 tote Fische aus dem Weiher geborgen. Es sei davon auszugehen, dass sich noch weitere tote Tiere im Gewässer befinden, heisst es im Communiqué weiter. Das Gewässerschutzlabor der Entsorgung St. Gallen klärt die Ursache für das Fischsterben ab. Die Stadtpolizei prüft, ob ein «strafrechtlich relevantes Verhalten» vorliegt. Aktuell gebe es jedoch keine Anzeichen dafür, schrieb die Polizei weiter.
Die zuständigen Stellen werden gemäss der Mitteilung in den kommenden Tagen die Weiher und Gewässer der Stadt zusätzlich überprüfen. Dabei sollen insbesondere die Wassertemperatur und der Sauerstoffgehalt kontrolliert werden. (sda)
Hitzewarnung auf Stufe 4
In den Regionen rund um die Seen des Westschweizer Mittellands, in der Nordwestschweiz sowie im Zentralwallis gilt bereits eine Hitzewarnung der Stufe 4. In den übrigen Regionen unterhalb von 800 Metern auf der Alpennordseite und unterhalb 600 Meter auf der Alpensüdseite gilt die Hitzewarnung der Stufe 3 («erhebliche Gefahr»).
Grundsätzlich seien die nächtlichen Temperaturen in den städtischen Gebieten wegen des Wärmeinsel-Effektes um einige Grade höher als in ländlichen Gebieten, erinnert Meteoschweiz.
Mit grosser Trockenheit kämpfen zurzeit die Nordschweiz vom Aargau über die Kantone Luzern, Zürich, Schaffhausen und Thurgau sowie Teile St. Gallens und des Appenzellerlandes, in geringerem Masse aber auch die Zentral- und Südostschweiz. So gilt im Thurgau seit Freitag ein teilweises Verbot der Wasserentnahme aus Bächen, Flüssen und Weihern. Am Dienstag schränkte auch der Kanton St. Gallen die Entnahme von Wasser aus Oberflächengewässern ein. (sda)
Hitzewelle dauert länger
Die Warnungen des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) gelten für die Niederungen unterhalb von 800 Metern im Norden und unterhalb von 600 Metern im Süden, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst.
Bis nächsten Montag, auf der Alpensüdseite bis Sonntag, werden laut Meteoschweiz verbreitet 34 bis 37 Grad erreicht, wobei die Temperaturhöchstwerte ab Donnerstag leicht ansteigen dürften. In der Nacht sinkt die Temperatur jeweils auf 16 bis 20 Grad, von Donnerstag bis Montag auf 18 bis 23 Grad. Damit werde die Hitzebelastung noch grösser, warnt der Bund. (sda)
Hitzewelle erfasst die Schweiz
Mitteleuropa befindet sich seit mehreren Tagen im Einflussgebiet einer sogenannten Omega-Lage. Dabei werden Luftmassen eingeklemmt und das Wetter bleibt über mehrere Tage oder gar Wochen stabil. Aktuell befinden wir uns unter dem Einfluss eines Hochdruckrückens, was zu den hohen Temperaturen führt.
Letzte und diese Woche wurden dabei bereits einige Juni-Rekorde in der Schweiz gebrochen. So gab es am Freitag in Schaffhausen mit 35,7 Grad einen ersten Temperaturrekord zu vermelden. Am Montag folgten weitere Rekorde aus dem Kanton Waadt.
Bis Ende Woche dürften die Temperaturen nach aktuellen Prognosen gar nochmals ansteigen, damit geraten auch Allzeitrekorde ins Wanken.
Trockenheit macht der Schweiz zu schaffen
Die Hitzewelle folgt auf eine Phase, in der es in weiten Teilen der Schweiz bereits einigermassen trocken war. Die aktuellen Maximaltemperaturen und das Ausbleiben von Niederschlägen verschärfen die Situation weiter. In einigen Kantonen wurde bereits ein bedingtes Feuerverbot verhängt.
Andere Kantone hingegen haben die Nutzung von Wasser eingeschränkt. Grund dafür sind die rekordtiefen Wasserpegel in den Schweizer Gewässern. Oben findest du alle News dazu im Liveticker. (leo)
