Achtjährige Tochter ermordet: 18 Jahre Gefängnis für Mutter
Das Bundesgericht hat eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren für eine Frau bestätigt, die im Februar 2022 ihre achtjährige Tochter in einem Wald bei Bern ermordete. Die Verurteilung basiert auf Indizien.
Die Frau hatte in ihrer Beschwerde einen Freispruch beantragt und eine willkürliche Würdigung der Indizien gerügt. Das Bundesgericht hat alle Punkte in einem am Mittwoch publizierten Urteil abgewiesen. Die Kette von Indizien sei schlüssig.
So fanden sich DNA-Spuren der Mutter auf der Tatwaffe, einem schweren Stein, sowie Blut des Opfers im Nagelfalz ihres Ringfingers. Ein Zeuge sah Mutter und Tochter zudem gemeinsam in Richtung des späteren Fundorts der Leiche gehen. Die Verurteilte hat für den Tatzeitraum kein Alibi.
Die Qualifikation als Mord hat das Gericht mit der besonderen Skrupellosigkeit der Frau begründet. Sie habe das Vertrauen ihres Kindes ausgenutzt und nach der Tat eine Suche inszeniert. Das Verhalten nach der Tat sei kaltblütig und gefühlskalt gewesen. (hkl/sda)
