DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Le personnel de differents institutions genevoise de soins manifestent, ce samedi 31 octobre 2020 a Geneve. Car ils sont dans un contexte sanitaire tres tendu et les institutions de soins sont au bord de la rupture. Afin de faire entendre leurs revendications jusqu'ici balayees par leurs employeurs, elles ont decide de manifester publiquement et de remettre leurs doleances au ministre genevois de la sante. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Das Personal verschiedener Genfer Gesundheitseinrichtungen demonstrierte am Samstag für bessere Anstellungsverhältnisse. Bild: keystone

Genf ist zurück im Shutdown – diese 8 Dinge musst du dazu wissen

Angesichts der angespannten Situation im Gesundheitswesen aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat der Kanton Genf ab Montagabend um 19.00 Uhr den Ausnahmezustand erklärt. Restaurants und Bars müssen geschlossen werden.



Was macht zu?

Restaurants und Bars müssen geschlossen werden. Läden, die keine Lebensmittel verkaufen, sowie Kinos, Theater, Fitnesszentren, Schwimmbäder und Kunsteisbahnen müssen ebenfalls schliessen. Betroffen sind auch Coiffeure, Schönheits- sowie Spiel- und Erotiksalons. Diskotheken und Nachtclubs mussten ihre Türen aufgrund des Entscheides des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) bereits letzte Woche schliessen.

Restaurants dürfen Essen über die Gasse verkaufen. Detailgeschäfte können Bestellungen übers Internet («Click and Collect») weiterhin verkaufen. Bei dem Vorgang können die Kunden Online-Bestellungen bei dem Geschäft abholen.

>>> Coronavirus: Alle News im Liveticker.

Was bleibt offen?

Dagegen bleiben die Krippen und Schulen bis zur Sekundarstufe offen, wie die Kantonsregierung am Sonntag mitteilte. Die Massnahmen gelten bis am 29. November 2020. Der Kanton bittet zudem die Armee und den Zivilschutz um Hilfe.

Ebenfalls offen bleiben Märkte und Blumenläden sowie Bibliotheken, Apotheken, Drogerien, Optiker sowie Autogaragen. Auch Postbüros und Banken dürfen offen haben. Im Gegensatz zum Frühling werden die Grenzen zu Frankreich nicht geschlossen. Zudem sind Besuche in Altersheimen und Spitälern erlaubt.

Maske zusammenfalten? NEIN! So handhabt man Masken richtig

Video: watson/jara helmi

Wie sieht's mit Gottesdiensten aus?

Bis zum ersten Advent nicht mehr stattfinden können dagegen öffentliche Gottesdienste, wie die Katholische Kirche von Genf mitteilte. Die Kirchen dürften zwar geöffnet haben, Messen, Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen seien aber untersagt. Möglich sind einzig noch Hochzeiten mit bis zu fünf Personen sowie Beerdigungen mit maximal 50 Menschen. Zuerst hatte das Portal «kath.ch» über die Einschränkungen bei den Kirchen berichtet.

Wieso kommt der Shutdown?

Das Universitätsspital HUG habe Alarm geschlagen, sagte Gesundheitsdirektor Mauro Poggia vor den Medien. Am Sonntag befanden sich 474 Coronavirus-Patienten im HUG. 56 von ihnen waren auf der Intensivstation. Mitte Oktober waren noch 78 Personen hospitalisiert gewesen und 13 von ihnen in Intensivpflege.

Medical workers treat a patient with COVID-19 in the intensive care unit at the Geneva University Hospitals (HUG) during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Geneva, Switzerland, Thursday, April 09, 2020. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the Covid-19 disease. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Gesundheitspersonal im Universitätsspital HUG. Bild: KEYSTONE

Seit mehreren Tagen wurden im Kanton Genf mehr als 1000 Personen täglich positiv auf das Coronavirus getestet. Am letzten Freitag war es sogar eine Rekordzahl von 1338 Personen.

Was ist mit den Lernende und Gymi-Schüler?

Der post-obligatorische Unterricht muss auf Distanz durchgeführt werden. Sprich für Lernende und Gymnasialschülerinnen beginnt wieder der Fernunterricht.

Verboten bleiben weiterhin Zusammenkünfte von mehr als fünf Personen, sowohl in Innenräumen als auch draussen, ausser die Menschen wohnen im gleichen Haushalt. Diese Massnahme hat der Kanton Genf bereits ab dem 25. Oktober eingeführt.

Wer bezahlt für die Ausfälle?

Die Erwerbsersatzentschädigungen werden wieder wie im Frühling eingeführt, wie die Finanzdirektorin Nathalie Fontanet sagte. Sitzungen des Kantons- und des Stadtparlaments können weiterhin stattfinden. Auch die nationalen und kantonalen Abstimmungen am 29. November werden durchgeführt.

Was ist mit dem Sport?

Mit Ausnahme von Wettkämpfen sind sportliche Aktivitäten für Personen ab zwölf Jahre erlaubt, wenn kein Körperkontakt erforderlich ist und maximal fünf Personen beteiligt sind. Sie müssen zudem eine Maske tragen und die Distanzregeln einhalten. Der Sportunterricht an Schulen bleibt erlaubt, ebenso wie Aktivitäten des Berufssports.

Wie sieht es in den Nachbarskantone aus?

Der Kanton Jura hat bereits am Freitag den kantonalen Ausnahmezustand bis am 15. November verhängt. Ab Montag sind alle Bars und Restaurants sowie weitere öffentliche Einrichtungen von Museen bis Sportzentren geschlossen. Zudem werden Ansammlungen von über fünf Menschen untersagt.

Hier findest du übrigens eine Gesamtübersicht der Coronazahlen:

Der Kanton Freiburg hat am Freitag eine ausserordentliche Situation erklärt. Unter anderem führte er eine strenge Maskenpflicht an den obligatorischen Schulen ein. Zudem rief der Kanton Freiburg die Hilfe des Militärs an. Daneben werden auch Zivilschutz und Zivildienstleistende verstärkt eingesetzt, um die stark steigende Zahl von Covid-19-Patienten zu betreuen.

(jaw/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

19 Ideen, was du in der Coronavirus-Quarantäne tun könntest

Sätze, die in jeder Beziehung in der Quarantäne fallen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommentar

Der «Öffnungswahn» im Parlament zeigt: Die Schweiz kann Krise definitiv nicht

Der «Aufstand» im Parlament gegen die Corona-Politik des Bundesrats ist verpufft. Er hat aber gezeigt, wie schlecht unsere Institutionen mit einer epochalen Krise umgehen können.

War das jetzt ein Politschwank? Oder hat die Schweiz gerade eine veritable Staatskrise abgewendet? Man kann es beurteilen, wie man will. Doch was die Schweiz in der letzten Woche erlebt hat, war ein spezieller Vorgang in der bald 175-jährigen Geschichte des Bundesstaats: Einige bürgerliche Nationalräte wollten den Bundesrat entmachten.

Mit knapper Mehrheit drückten sie in der Gesundheits- (!) und der Wirtschaftskommission einen Antrag durch, die praktisch vollständige Aufhebung des …

Artikel lesen
Link zum Artikel