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Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Zahlen für die Schweiz steigen im Moment rapide. Deshalb findest du hier einen Überblick zu allen neuen sowie aktuellen Fallzahlen für die Schweiz und einen Vergleich zu internationalen Daten zu Neuansteckungen mit dem Coronavirus.

Team watson
Team watson



Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt nach neuesten Entwicklungen in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder, die zweite Welle in der Schweiz und Europa ist da.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer Kantonen sowie im internationalen Vergleich:

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Letzte Aktualisierung am Dienstag, 27. Oktober, 07:00 Uhr.

Corona-Zahlen Schweiz

Am 24. Februar 2020 fiel der erste Test in der Schweiz positiv aus: Eine Person im Tessin hatte sich mit dem neuen Virus infiziert, meldete damals das Bundesamt für Gesundheit (BAG). In der ersten Welle gab es am meisten neuen Fälle an einem Tag am 27. März mit 1390 Meldungen. In der zweiten Welle wurde dieser Wert mehrfach deutlich überschritten. So verteilen sich die laborbestätigten Neuinfektionen seither:

Anzahl Neuinfektionen in der Schweiz

Da für die letzten Tage noch mit Nachmeldungen gerechnet werden, endet der 7-Tage-Schnitt vor fünf Tagen. Nebst den Neuinfektionen sagen aber vor allem auch die täglichen Todesfälle etwas darüber aus, wie gefährlich das Coronavirus zurzeit ist.

Anzahl Todesfälle in der Schweiz

Im Frühling kamen Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt an ihre Grenzen. Glücklicherweise kam es in der Schweiz damals nie zu der Situation, dass Spitäler so ausgelastet waren, dass Patienten nicht behandelt werden konnten. Wie sich dies in der zweiten Welle verhält, kann noch nicht vorhergesagt werden. So viele Personen wurden pro Tag in ein Spital eingeliefert:

Hospitalisationen in der Schweiz

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch das Testvolumen und die Positivitätsrate. Sie ist in erster Linie ein Anhaltspunkt, wie sichtbar die Entwicklung der Pandemie ist. Liegt sie unter 5 Prozent, so sind die Bewegungen des Virus laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Grossen und Ganzen nachvollziehbar.

Allerdings gibt es viele Faktoren, die diese Positivrate beeinflussen. So wurden anfangs fast ausschliesslich Personen aus der Risikogruppe mit starken Symptomen getestet und seit Ende April dürfen sich alle Personen mit Symptomen testen lassen, wie das BAG damals bestätigte. Der zwischenzeitliche Peak an Tests im Juli ist damit zu erklären, dass die Tests seit diesem Zeitpunkt gratis sind.

Anzahl Tests und Positivrate in der Schweiz

Werfen wir nun einen Blick in die Kantone. Die Neuinfektionen verteilen sich unterschiedlich auf die verschiedenen Kantone.

Kantone nach Fällen in den letzten 14 Tagen (pro 100'000 Einwohner)

In der folgenden Tabelle findest du mehr zu den Infektionszahlen der einzelnen Kantone. Mit Klick auf eine Spaltenüberschrift kannst du sortieren.

Corona-Fälle weltweit

Ausgebrochen ist die aktuelle Pandemie in Asien. Danach erreichte sie Europa und Nordamerika. Inzwischen sind alle Kontinente von Covid-19 betroffen.

Tägliche Neuinfektionen nach Weltregion

Anmerkung zu Europa: Am 3. Juli 2020 hat Grossbritannien der WHO mitgeteilt, dass sie 29'726 Fälle zu viel gemeldet haben. An welchen Tagen zu viele Fälle gemeldet wurden, ist unbekannt.

Die Fälle aller Länder, von denen der WHO aktuelle Daten vorliegen, sind in der folgenden Karte vermerkt. Sie zeigt den 7-Tage-Schnitt der neuen Fälle pro 100'000 Einwohner.

Neue Fälle pro 100'000 Einwohner (7-Tage-Schnitt)

Mit Einbezug der Bevölkerungszahlen lassen sich also auch grössere und kleinere Länder vergleichen. Nun hat die Coronavirus-Pandemie aber nicht alle Länder gleichzeitig erreicht. Deshalb wird in dieser Corona-Grafik ein gemeinsamer Ausgangspunkt bestimmt. Tag 1 bezieht sich auf den Tag, an dem die Coronafälle die 100er-Grenze überschritten haben.

Entwicklung Fälle pro 100'000 Einwohner ausgewählter Länder

Tag 1 bezieht sich auf den ersten Tag mit mindestens 100 bestätigten Fällen.

Hier zeigt sich, dass die Kurve in den USA praktisch unaufhörlich nach oben zeigt. Für die Schweiz und Europa flachten die Kurven erst ab, zogen dann allerdings alle (teilweise stark) wieder an.

Was du sonst noch über das Coronavirus wissen solltest

Hier weitere wichtige Informationen zum Coronavirus und der damit Verbundenen Lungenkrankheit Covid-19:

Was ist das neue Coronavirus?

Die offizielle Bezeichnung für den umgangssprachlich «Coronavirus» genannten Erreger lautet «SARS-CoV-2». Die von ihm ausgelöste Erkrankung – eine Lungenkrankheit, die Fieber, trockenen Husten und Atemprobleme mit sich bringt – wird mit «Covid-19» bezeichnet.

Das Virus gehört wie das SARS-CoV – der Erreger der SARS-Epidemie 2002/2003 – und das MERS-CoV zur Familie der Coronaviren. Diese genetisch sehr variablen Viren können Säugetiere, Vögel und Fische infizieren. Sie sind oft zoonotisch; das heisst, sie können so mutieren, dass sie die Artenbarriere überspringen und Menschen infizieren können.

Woher kommt das neue Coronavirus?

Lange kursierten Theorien, dass das neue Coronavirus aus einem Labor in Wuhan entflohen sein. Wissenschaftler halten dies jedoch kaum für plausibel. Einerseits fehlen jegliche Beweise für eine Zucht, andererseits wissen Experten schon lange, dass die hochvariablen Viren der Gruppe der Coronaviren häufig von Tieren auf den Menschen überspringen.

Tatsächlich fehlen bis heute abschliessende Erkenntnisse, wie sich der Mensch ursprünglich genau mit dem neuartigen Virus angesteckt haben könnte. Im Zentrum der Untersuchung steht allerdings ein Fischmarkt in Wuhan.

Wie unterscheiden sich SARS-CoV-2 und der SARS-Erreger?

Einer der Unterschiede zwischen SARS-CoV-2 und dem SARS-Erreger besteht darin, dass das neue Virus vier zusätzliche Aminosäuren in einem Glykoprotein in seiner Hülle aufweist. Diese durch Mutationen entstandenen Aminosäuren könnten dafür verantwortlich sein, dass sich das Virus bereits im oberen Rachenraum replizieren kann und nicht erst tief in der Lunge wie der SARS-Erreger, der dafür nur dort vorhandene Enzyme benötigt.

Wie ansteckend ist das neue Virus?

Es scheint, dass SARS-CoV-2 leichter übertragbar ist, als zuerst angenommen wurde. Entscheidend ist die Basisreproduktionszahl R0. Sie gibt an, wie viele weitere Personen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt – je höher der Wert, desto schneller verbreitet sich das Virus. Es kursieren verschiedene Werte. Sicher ist: Der R0-Wert liegt beim neuen Coronavirus klar höher als bei der saisonalen Grippe.

Die erhöhte Ansteckungsrate von SARS-CoV-2 könnte damit zu tun haben, dass dieses Virus im Gegensatz zum SARS-Erreger nicht erst tief in die Lunge gelangen muss, um sich in einer Körperzelle replizieren zu können. Es kann sich offenbar bereits im Rachenbereich aktiv vermehren. Die Virenlast im Rachenraum liegt beim neuen Coronavirus 1000-mal höher als bei bereits bekannten Corona-Erkrankungen wie SARS oder MERS.

Wissenschaftler gehen mittlerweile von einer Basisreproduktionszahl für Corona von 2 bis 4 aus. Das bedeutet, jeder Infizierte steckt zwei bis vier weitere Personen an.

Wie erfolgt eine Übertragung des Coronavirus?

Die Übertragung von SARS-CoV-2 erfolgt – wie bei anderen Erregern von Atemwegserkrankungen – wahrscheinlich primär über eine Tröpfchen- und Kontaktinfektion. Dazu kommt es bei direktem Körperkontakt mit Infizierten und durch direktes Anhusten oder Anniesen. Die Viren gelangen dabei auf die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund. Hauptsächlich wird das Virus bei engem und längerem Kontakt übertragen, also wenn man zu einer erkrankten Person länger als 15 Minuten weniger als 2 Meter Abstand hält. Ein wichtiger indirekter Übertragungsweg sind die Hände. Auch mit ihnen können Viren auf die Schleimhäute gelangen, etwa wenn man sich die Augen reibt. Eine reine Übertragung von Mensch zu Mensch über die Luft wurde bisher nicht nachgewiesen.

Vorsicht ist auch angebracht, wenn man Türklinken, Liftknöpfe, Smartphones oder andere Alltagsgegenstände anfasst und danach mit der Hand Augen, Nase oder Mund berührt. Niest oder hustet eine infizierte Person in die Hand und fasst danach diese Oberflächen an, können Viren darauf gelangen und dort haften bleiben. Falls eine infizierte Person in die Luft niest oder hustet, können winzige Tröpfchen mit Viren ebenfalls auf solchen Oberflächen landen. Diese Art der Übertragung wird in der Wissenschaft Schmierinfektion genannt.

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3klang
26.10.2020 12:14registriert July 2017
"Glücklicherweise kam es in der Schweiz nie zu der Situation, dass Spitäler so ausgelastet waren, dass Patienten nicht behandelt werden konnten."
Vielleicht wäre es ratsam zu erwähnen, das die Intensivstationen am 10.4. zu 98 Prozent ausgelastet waren. Wir sind also nur knapp an der Katastrophe vorbei geschrammt.
Das betrifft ja nicht nur COVID-Patienten, wenn die Intensivstation voll ist, wird das auch für andere Fälle (z.B: Verkehrsunfall zum Problem,
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Kännsch?
24.08.2020 13:04registriert February 2014
Interessant wäre mal eine Statistik zu den Langzeit-Schäden, die das Virus ja bekanntlich verursacht, bzw. eine Erläuterung dazu, ab wann jemand als "genesen" gilt. Ist das, wenn man aus dem Spital entlassen wird, nicht mehr ansteckend ist / das Virus nicht mehr nachgewiesen werden kann, oder wenn man wieder zu 100% hergestellt ist, frei von jeglichen, Corona-verursachten, Beeinträchtigungen und Gebrechen?
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think about
21.09.2020 10:01registriert August 2015
Nehmen wir an, weder Ärzte noch Behörden hätten irgendwelche Massnahmen gegen die "angebliche" Pandemie ergriffen. Dann wären trotzdem 900'000 Personen gestorben. Auch ohne Lockdown wären Firmen Konkurs gegangen. Vermutlich 3-4 mal mehr Menschen wären jetzt Tod, hätte man keine Gegenmassnahmen getroffen ... doch belassen wir die Zahl der Toten bei der effektiven Zahl.
Die gleichen Verschwörer und Anwälte würden heute die Behörden und Ärzte anklagen, weil sie nichts getan haben und die Pandemie verschwiegen haben. So verlogen und unwürdig sind die Verschwörer und Verleugner.
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