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BAG-Chef Strupler: «Wir sind noch sehr weit weg von einem Ausnahmezustand»



BAG-Direktor Pascal Strupler hat am Samstag die Lage in der Schweiz bezüglich Coronavirus beurteilt. Er hat die möglichen nächsten Schritte skizziert, falls sich die Lage zuspitzen würde. Er sagte aber, dass dies nicht bevorstehe.

Trotz des vom Bundesrat verhängten Verbots für Anlässe mit über 1000 Menschen ist man laut Strupler noch «sehr weit weg» von einem Ausnahmezustand. Bei künftigen Analysen werde man aber Aussagen über die Dunkelziffer von Coronafällen «besser berücksichtigen».

Von drastischen Massnahmen wie namentlich die Abriegelung von Städten und Dörfern oder Massenquarantänen sei man noch weit weg, sagte Strupler in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio SRF. Die Massnahmen des Bundesrates zur besonderen Lage seien aber verhältnismässig, nützlich, klar kommunizierbar und befristet.

Pascal Strupler, Direktor BAG, spricht mit Journalisten waehrend einer Medienkonferenz ueber die Situation des neuen Coronavirus (2019-nCoV) im Medienzentrum Bundeshaus in Bern, am Dienstag, 25. Februar 2020. Erster bestaetigter Fall in der Schweiz. (KEYSTONE/Anthony Anex)

BAG-Chef Pascal Strupler. Bild: KEYSTONE

Als mögliche nächste Massnahmen sehe das Konzept des BAG je nach Situation eine geografische Schwerpunktsetzung in einzelnen Kantonen oder Regionen vor. Das könnte laut Strupler in einem nächsten Schritt bedeuten, sämtliche Veranstaltungen zu verbieten.

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BAG-intern seien rund zehn Leute daran, die Lage täglich und permanent zu analysieren. Pro Woche gebe es zwei bis drei Telefonkonferenzen mit den Kantonsarztämtern. Die interne BAG-Taskforce halte zudem zwei bis drei Sitzungen pro Woche ab und der Bundesrat werde laufend informiert.

Seit Freitag sei zudem ein überdepartementaler Bundesstab aktiv, dem auch die kantonale Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) sowie die Armee angehörten, so Strupler. Für den frühen Samstagnachmittag war ein Medientermin mit Fachleuten des BAG, des Aussendepartementes EDA sowie des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) angesetzt.

Auf Vorhalte, das BAG habe zu spät auf die Situation reagiert, sagte Strupler, zu früheren Zeitpunkten hätten die jeweils gemachten Aussagen gestimmt. Aus heutiger Sicht nütze es nichts, dass eine Einschätzung vor einigen Tagen oder Wochen allenfalls nicht korrekt gewesen sei. Insgesamt stimme die Haupteinschätzung für die Schweiz nach wie vor. Die Dunkelziffer müsse bei künftigen Aussagen jedoch besser berücksichtigt werden. (meg/sda)

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Das Coronavirus breitet sich aus (Ende Februar)
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