Schweiz
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14 Fälle von Coronavirus in der Schweiz: Das wissen wir über die Betroffenen



Am Dienstag meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den ersten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus in der Schweiz. Seither sind noch 13 weitere Fälle dazugekommen. Das Vorgehen ist in allen Kantonen immer dasselbe: Die Patienten werden in Spitälern isoliert und die engsten Kontakte für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Bisher haben sich alle infizierten Personen im Ausland angesteckt. In der Schweiz ist es also bisher noch zu keiner Übertragung gekommen. Laut BAG geht es allen Patienten gesundheitlich gut.

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>> Coronavirus: 3 Massnahmen, um die Ausbreitung zu verhindern

Hier ein Überblick über alle bekannten Corona-Fälle in der Schweiz und wo sie auftreten:

Übersichtskarte mit den 14 Coronavirus-Fällen in der Schweiz. Stand 29.02.2020, 0600

Kanton Genf: 3 Fälle

Im Kanton Genf sind insgesamt drei Patienten positiv auf eine Coronavirus-Infektion getestet worden, bestätigte Daniel Koch, Leiter für übertragbare Krankheiten beim BAG, an der Pressekonferenz.

Bei einem der Genfer Patienten handelt es sich um einen 28-jährigen Informatiker, der sich vermutlich in Mailand mit dem Virus angesteckt hat. Weiter wurde das Virus am Donnerstag bei einem 55-jährigen Italiener festgestellt. Er arbeitet in einer internationalen Organisation und hat sich ebenfalls in Mailand angesteckt.

Über den dritten Patienten aus dem Kanton Genf sind zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen vorhanden.

Kanton Graubünden: 2 Fälle

ARCHIV - ZUR ABSAGE DES ENGADINER SKIMARATHONS WEGEN DES CORONAVIRUS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Thousands of sportsmen and -women are on their way from Maloya to S-Chanf in south Eastern Switzerland as they participate in the annual Engadin skiing marathon on Sunday, March 9, 2014. (KEYSTONE/Nicola Pitaro)

In Graubünden wurde als Reaktion auf das Coronavirus der Engadiner Skimarathon abgesagt. Bild: KEYSTONE

Im Kanton Graubünden sind zwei Kinder aus einer italienischen Familie am Coronavirus erkrankt. Die Familie macht im Oberengadin Ferien. Weiter wurden vier Personen, die mit den Kindern in Kontakt waren, unter Quarantäne gestellt. Momentan seien noch 20 Verdachtsfälle hängig.

Kanton Basel-Stadt: 2 Fälle

In der Stadt Basel wurden ebenfalls zwei Personen positiv auf das Virus getestet. Bei einer Person handelt es sich um eine Kinderbetreuerin, die sich vor kurzem mit ihrem 23-jährigen Partner in Mailand aufgehalten hatte. Dort hatten sich beide angesteckt. Sie ist nun im Universitätsspital in Isolation.

Über die zweite Person sind keine Informationen vorhanden. Der Partner der Kitabetreuerin hatte sich ebenfalls in Mailand angesteckt, er wird aber im Kanton Basel-Landschaft betreut.

Kanton Zürich: 2 Fälle

Negativer Befund am Zürcher Stadtspital Triemli: Zwei wegen Verdachts auf Coronavirus-Infektion getestete Patienten haben die Krankheit nicht. (Archivbild)

Im Kanton Zürich werden alle Fälle ans Stadtspital Triemli überwiesen. Bild: KEYSTONE

Am Freitag informierte auch der Kanton Zürich über einen zweiten Fall auf Kantonsgebiet. Der 37-jährige Mann hatte sich kurz in Mailand aufgehalten und dort angesteckt. Er zeigte seit dem 23. Februar Symptome und wurde am 28. Februar schliesslich im Stadtspital Triemli hospitalisiert.

Ebenfalls im Triemli befindet sich eine etwa 30-jährige Frau, die sich vor einer Woche in Mailand aufgehalten habe. Sie wurde entgegen der kantonalen Weisung in einer Arztpraxis untersucht und positiv getestet.

Kanton Aargau: 1 Fall

Im Kantonsspital Aarau befindet sich ein 26-jähriger Mann in Isolation. Er wurde am Donnerstag positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Er hatte sich zuvor wegen einer Geschäftsreise in Norditalien aufgehalten.

Kanton Tessin: 1 Fall

Ein Zelt des Zivilschutzes zur Vorueberpruefung und Einteilung von Patienten betreffend dem Coronavirus COVID-19 beim Eingang des Regionalspital Lugano, am Donnerstag, 27. Februar 2020, in Lugano. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Der Tessiner Fall wurde im Spital in Lugano behandelt. Bild: TI-PRESS

Im Tessin wurde am Mittwoch ein 70-jähriger Patient als Erster in der Schweiz positiv auf das Coronavirus getestet. Er hatte in Mailand eine Veranstaltung besucht und sich dort angesteckt.

Der Mann wurde mittlerweile aus dem Spital entlassen und gilt als geheilt.

Kanton Basel-Landschaft: 1 Fall

Beim 23-jährigen Mann aus dem Kanton Basel-Landschaft handelt es sich um den Partner der Basler Kitabetreuerin. Auch er hatte sich bei der gemeinsamen Reise in Mailand angesteckt.

Kanton Waadt: 1 Fall

Im Kanton Waadt wurde ein 49-jähriger Grenzgänger im Universitätsspital in Lausanne positiv auf das Coronavirus getestet. Wo sich der Mann angesteckt hatte, ist noch in Abklärung, teilte die Kantonspolizei am Freitag mit.

Kanton Wallis: 1 Fall

Im Wallis ist der erste Fall einer Coronavirus-Infektion festgestellt worden. Dies meldete die Walliser Staatskanzlei am Freitagabend. Beim Patienten handelt es sich um einen etwa 30 Jahre alten Oberwalliser.

Kanton Bern: 1 Fall

Der Kanton Bern meldete am Samstag seinen ersten Coronavirus-Fall. Es handelt sich um eine 21-jährige Frau aus Biel, die vor einer Woche von Mailand zurückgekehrt war. Sie litt an einem trockenen Husten und verspürte Halsschmerzen. Sie ist aber fieberfrei. Die Covid-19-Diagnose wurde durch das Referenzlabor bestätigt.

Kanton Obwalden: Kein Fall

Wegen einer Kommunikationspanne meldete der Bund am Freitag einen positiven Fall aus dem Kanton Obwalden. Das war eine Falschmeldung. Der Kanton Obwalden und der Bund korrigierten die Meldung umgehend.

(leo/bal)

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24Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lilie 29.02.2020 12:34
    Highlight Highlight Wäre es nicht viel effektiver, alle, die von Italien her kommen, zuerst zu testen, bevor sie nach Hause dürfen? Alle Infizierten haben sich bisher in Italien angesteckt.

    Wäre aber wahrscheinlich zu aufwändig und zu teuer. Will man allerdings den Virus tatsächlich aufhalten, taugt das derzeitige Vorgehen wohl nicht allzu viel...
    • Zat 29.02.2020 16:55
      Highlight Highlight Nein, weil die Tests in der Anfangsphase negativ ausfallen, wie an einer Pressekonferenz erwähnt wurde. Dann würde man sich in falscher Sicherheit wiegen. Mehrere der Infizierten wurden mehrmals ohne Befund getestet, bevor das Resultat schlussendlich doch positiv ausfiel. Man muss wirklich die Inkubationszeit abwarten. Und viele zu testen würde Tests vergeuden und viel unnötigen Aufwand fürs Personal bedeuten.
    • lilie 01.03.2020 07:17
      Highlight Highlight @Zat: Ach so, ja natürlich. 🤦‍♀️

      Man sollte das Denken gescheiteren Leuten überlassen. 😅
    • Zat 01.03.2020 21:09
      Highlight Highlight @lilie, jede Idee ist ein Versuchsballon wert. Gemeinsam nachdenken wird vielleicht zu einem Puzzle aus den besten Ideen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • swisskiss 28.02.2020 18:03
    Highlight Highlight Die ganze Sippe hat die Grippe. Nur Ramona hat Corona...
    • Garp 28.02.2020 19:47
      Highlight Highlight Hast Du auch was sinnvolleres beizutragen, als einen billigen Reim. In Deinen Anfangszeiten, hast Du oft sehr gute Kommentare abgegeben. Irgendwie haben sich Deine Kommentare stark verändert.
    • Graf Zacharias von Zitzewitz 28.02.2020 20:23
      Highlight Highlight +1 Herzli für deinen Galgenhumor ;-).
    • Garp 28.02.2020 23:28
      Highlight Highlight Und bald hat die Sippe Grippe und Corona.
      Ich fand den Scherz billig. Aber hier treiben sich viele einfache Gemüter rum 😉 . Ihr dürft gern weiterblitzen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kong 28.02.2020 17:11
    Highlight Highlight Ich würde mich freuen, wenn man im Zusammenhang mit dem Virus nicht nur Bilder von Spitalbetten & Co zeigen würde. Mittlerweile glauben viele Leute, dass Quarantäne mit "Todkrank" gleichzusetzen ist. Und das jeder an der Herz-Lungen-Maschine landet.
    Gemäss Berichten sind viele Fälle 'easy' vom Ablauf her und es geht im Moment nur um's abbremsen der Verteilung durch diese Isolationsmassnahmen.
    Also bitte kein "Framing" mit Corona = Intensivstation.
  • MartinZH 28.02.2020 16:15
    Highlight Highlight Ich wohne in der Stadt Zürich. Nach den neuesten Nachrichten werde ich mich in nächster Zeit garantiert nie [!] in einem Arzt- oder Spital-Wartezimmer aufhalten.

    Ich würde es sehr begrüssen, wenn alle [!] zur Kenntnis nehmen könnten, dass man sich immer zuerst telefonisch an den Arzt oder ans Spital wendet, wenn man einen Verdacht hat.

    Eine Triage vor den Spital-Eingängen finde ich äusserst zweckmässig, denn so kann gewährleistet werden, dass sich keine "richtigen" Notfälle und andere Spital-Besucher und -Patienten anstecken können.

    Es wäre gut, wenn Hausärzte auch vor der Tür informieren.
    • Peter Wilson 28.02.2020 16:24
      Highlight Highlight Wo nimmst du das Personal dafür her?
    • Me, my shelf and I 28.02.2020 16:52
      Highlight Highlight Die haben ja sonst nix' zu tun lel
    • MartinZH 28.02.2020 18:10
      Highlight Highlight @Astrogator: In den italienischen TV-News wurde über einen Fall berichtet, der genau so auch in der Schweiz vorkommen kann:

      Ein Kleinkind wurde von den beiden Eltern ins Spital gebracht, weil es Fieber und Halsschmerzen hatte und permanent hustete. Die Ärzte haben das Kind sowie die Eltern untersucht und getestet. Das Resultat: Beide Eltern sind Virus-Träger, das Kleinkind nicht. Das sagt etwas über die Dunkelziffer aus, aber auch etwas über die aktuelle Situation der Notaufnahmen in den italienischen Spitälern.

      Da in der CH auch immer mehr Leute direkt ins Spital gehen, ist das ein Problem.
    Weitere Antworten anzeigen

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