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Hitzewelle in Schweiz, Deutschland und Co: Diese Rekorde sind gefallen

A girl cools off in a public fountain in Vilnius, Lithuania, Friday, June 26, 2026. (AP Photo/Mindaugas Kulbis)
APTOPIX Lithuania Extreme Weather Heat
Die Hitzewelle in Europa war beispiellos – vielerorts fielen Rekorde.Bild: Keystone

«Temperaturextreme haben zugenommen»: Hier fielen in Europa überall Hitzerekorde

Während der Hitzewelle purzelten nicht nur in der Schweiz die Rekorde, sondern in ganz Europa wurden neue Massstäbe gesetzt. Eine Übersicht.
29.06.2026, 02:5329.06.2026, 03:05

Die Schweiz, Deutschland, Spanien, Polen. Die Liste europäischer Länder, in denen in den letzten Tagen Hitzerekorde gebrochen wurden, ist lang.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) geht davon aus, dass «Hitzewellen künftig häufiger, intensiver und länger andauern werden».

Europa sei dabei der Kontinent, der sich weltweit am schnellsten erwärmt, heisst es in einer Mitteilung. John Kennedy, Leiter der Abteilung für Klimainformationen bei der WMO, sagt:

«In den 50 Jahren seit der historischen Hitzewelle von 1976 hat sich Europa insgesamt um rund zwei Grad erwärmt. Es ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent, und auch die Temperaturextreme haben zugenommen.»

Wie sehr die Temperaturextreme zugenommen haben, zeigt sich anhand der Hitzerekorde, die in den letzten Tagen in vielen europäischen Ländern gebrochen wurden.

Eine Übersicht.

Schweiz

Die Hitzewelle hat am Samstag in der Schweiz an insgesamt 19 Messstellen die bisherigen Temperaturrekorde ins Purzeln gebracht. So erreichte das Thermometer in Basel-Binningen 39 Grad, in Delsberg JU 38,2 Grad und in Buchs AG ebenfalls 38,2 Grad.

Wie das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz am späteren Samstagnachmittag mitteilte, zeigte die Quecksilbersäule am Samstag bis 18 Uhr auch neue Rekorde beispielsweise in Neuenburg (38,1 Grad), Wynau BE (38,3) und Zürich-Kloten (37,8) an.

Auch auf Jura-Höhen oder Erhebungen des Mittellands erreichten die Temperaturen neue Rekordwerte. So wurden am Samstag auf dem Chaumont oberhalb von Neuenburg 31,6 Grad gemessen (31,4) und auf dem Napf im bernisch-luzernischen Grenzgebiet 30,5 (29,7).

Egalisiert wurde in der Aare in Bern am Samstag der Temperaturrekord von August 2022 mit 24,1 Grad. Laut des Bundesamts für Umwelt (Bafu) handelt es sich sogar um einen neuen Rekord. Denn es wies für den Samstag an der Messstelle Bern-Schönau eine Temperatur von 24,13 Grad aus gegenüber 24,12 Grad am 4. August vor vier Jahren.

Deutschland

Auch in Deutschland war es stellenweise so heiss wie noch nie. So wurden zum Beispiel in Coschen in Brandenburg am Sonntag 41,7 Grad gemessen.

Die Nacht auf Sonntag war zudem nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen in Deutschland. Der Rekord wurde im ostsächsischen Kubschütz aufgestellt, dort sank die Nachttemperatur nicht unter 29,4 Grad.

Spanien

In Spanien wurden bereits unter der Woche die ersten Rekorde gebrochen. In der Region Kantabrien in der Gemeinde Tama wurden am Dienstag 43,7 Grad gemessen – die höchste je verzeichnete Temperatur in dieser Region.

Frankreich

Frankreich verzeichnete bereits am Mittwoch den heissesten Tag seiner Geschichte. Die landesweite Durchschnittstemperatur lag innerhalb von 24 Stunden bei 30 Grad.

Grossbritannien

Auf der Insel wurde ein Rekord am Freitag gebrochen. In Santon Downham wurden 37,3 Grad gemessen – so viel wie noch nie im Monat Juni.

Tschechien

Ebenfalls gepurzelt ist ein Rekord in Tschechien. In Doksany nördlich von Prag wurden am Sonntag 41,1 Grad gemessen. In Tschechien erreichte das Thermometer über die letzten Tage Werte, die sonst erst im August erwartet werden. Es galt vielerorts die Alarmstufe Rot.

Slowakei

In der Slowakei war die Nacht auf Samstag die wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. In der Nacht fielen die Temperaturen nicht unter 26,3 Grad.

Polen

Im Westen Polens wurden am Sonntag ebenfalls Werte von über 40 Grad gemessen. Das Thermometer mass in Slubice beispielsweise 40,5 Grad – ein Rekord.

Dänemark

Am Samstag hatte Dänemark mit 37 Grad den heissesten Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1874 erlebt.

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Am Sonntag wurde es in Paris 37 Grad.

quelle: keystone / michel euler
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42 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gina3
29.06.2026 05:55registriert September 2023
Und im Chor die Anhänger der SVP:
Aber nein!!, es ist Sommer.
Ich mag es warm
Klimaanlage für alle! Auch in den Wäldern und auf den Feldern
Verwechselt Klima und Wetter nicht
Auch den Dinosauriern war es heiß
Der Mensch hat nichts damit zu tun, es ist die Sonnenaktivität
Die Schweiz ist ein kleines Land, allein kann sie nichts ausrichten


Habe ich einen der berühmten Sprüche der SVPler vergessen??
Was für eine Schande!!
Sie hätten eine der treibenden Kräfte für eine nachhaltige Energiewende sein können, um uns besser anzupassen!
Aber nein: Sie ziehen es vor, Geld & Macht zu verherrlichen!
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Hadock50
29.06.2026 06:24registriert Juli 2020
Wieviel Jahrzente hat die Wissenschaft davor gewarnt ?

Und ebenso vieviele Jahrzente hat die Politik diese Warnung
ignoriert ?

Oh...Überraschung !!?? 🤯

😅
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Andi Weibel
29.06.2026 04:36registriert März 2018
Zur Erinnerung: Das ist kein Naturereignis. Die Klimakrise wird von Menschen verursacht. Nicht von allen Menschen, aber von vielen.

In der Schweiz ist der Haupttreiber von Klimaemissionen die Ferienfliegerei. Weit vor der Industrie oder der Landwirtschaft. Geschäftsreisen oder Privatflüge machen nur einen kleinen Teil aus.

Weltweit steigen pro Jahr nur etwa 5% der Menschen in ein Flugzeug.

Viele Leute reagieren aggressiv, wenn sie realisieren, dass sie zu den Hauptverantwortlichen für die Klimakrise zählen. Aber seht es positiv: Kleine Entscheidungen machen einen grossen Unterschied.
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