In Weil am Rhein (D) droht eine Rattenplage – so ist die Lage in Basel
In der deutschen Stadt Weil am Rhein nahe Basel machen sich unliebsame Nagetiere breit: Ratten. «In den letzten Monaten haben wir vermehrt Meldungen erhalten, dass Ratten im Stadtgebiet gesichtet wurden», erklärt Ellen Nonnenmacher, Leiterin des Rechts- und Ordnungsdienstes von Weil am Rhein, dem SRF. Alleine in der zweiten Septemberwoche wurden 127 Tiere gezählt.
Das Problem besteht bereits seit 2018, weswegen Massnahmen wie das Aufstellen von über 100 speziellen Giftboxen in der Kanalisation ergriffen wurden.
Obwohl mehr Ratten gezählt wurden, will Nonnenmacher nicht von einer Rattenplage sprechen. Die Bevölkerung wurde trotzdem wie schon vergangenes Jahr mit einer Medienmitteilung informiert. Flyer mit den Grundregeln zum Umgang mit Müll und anderer möglicher Rattennahrung sollen folgen.
So sollen sich Anwohner verhalten
Ratten übertragen nicht nur Krankheiten, sie vermehren sich auch extrem schnell. Ein einziges Rattenpaar kann in einem Jahr bis zu 1000 direkte und indirekte Nachkommen haben. Um eine Plage zu vermeiden, sollen Anwohner ihre Mülltonnen und Komposthaufen immer fest verschliessen, heisst es von der Stadt. Die Müllsäcke soll man erst am Abholtag hinausstellen und nicht draussen lagern. Vögel im Garten sollen nur wenig gefüttert werden und heruntergefallenes Futter sollte entfernt werden.
Ebenfalls sollten keine Essensreste in der Toilette entsorgt werden, denn durch den heissen Sommer und die Trockenheit halten diese in der Kanalisation länger. Nonnenmacher weist darauf hin, dass die Menschen auch in Parks oder beim Grillieren auf einen sorgsamen Umgang mit ihrem Essen achten sollen.
So ist die Lage in Basel
Auch in dem benachbarten Basel waren in der letzten Zeit mehr Ratten zu beobachten, meint Wiebke Dibbern von der Fachstelle Stadtgesundheit und Wohnen im baselstädtischen Gesundheitsdepartement gegenüber dem SRF. Es gebe aber noch keinen Grund zur Sorge, denn dies sei im Sommer normal.
Trotzdem gebe es wegen der Tiere immer wieder Anrufe oder E-Mails. Auch sie weist auf die Vermeidung von Futterquellen durch Littering, Kompost oder das Taubenfüttern hin. Zudem wird auch in Basel in der Kanalisation Gift ausgelegt.
(kek)
