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Die neue App Schorsch soll deinen Hund vor Gefahren schützen

Schorsch app
Die Schorsch-App warnt live vor Gefahren.Bild: Schorsch-app.ch

Diese neue App soll deinen Hund vor Gefahren schützen

Die App «Schorsch» warnt Hundebesitzer in Echtzeit vor Gefahren für ihre Vierbeiner. Wie sie funktioniert und ab wann sie zur Verfügung steht.
04.08.2026, 19:2804.08.2026, 19:28

Ob Schiesslärm, Giftköder, Feuerwerk oder Blaualgen: Die neue Schweizer App «Schorsch» soll Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer vor genau diesen Gefahren warnen und ihnen den Alltag erleichtern. Der Name der App leitet sich dabei vom Hund der Mutter des Entwicklers der App ab: Schorsch. Aus einem Freizeitprojekt entstand eine pfiffige Lösung für die breite Masse.

Sebastian Waldburger und Schorsch
Sebastian Waldburger mit dem Hund Schorsch.Bild: zvg

So entstand die App

Gründer und Entwickler der App ist der 32-Jährige IT-Berater Sebastian Waldburger. Begonnen hat das Ganze bei ihm als E-Mail an seine Mutter. Jeden Tag bekam sie von ihrem Sohn eine automatische Nachricht mit der Information, ob etwa ein Schiessstand in der Nähe in Betrieb ist. So konnte sie in Ruhe mit dem Hund Schorsch spazieren gehen, ohne sich um etwaige Gefahren Gedanken zu machen, denn «Schorsch ist ein kleiner Schisshase», erzählt Sebastian Waldburger. Weil gleich ein Schiesstand zwischen Schorschs Zuhause und dem Wald lag, musste die Mutter des Entwicklers oftmals einen grossen Umweg in Kauf nehmen.

Schorsch app Schiessstände
Schorsch bildet die offiziellen Schiessdaten der Schweiz täglich auf einer Karte ab.Bild: schorsch-app.ch

Seinen Workflow stellte Sebastian Waldburger im Rahmen einer Weiterbildung zu KI und Automatisierung als mögliches Anwendungsbeispiel vor. Das weckte das Interesse vieler Hundehalterinnen und Hundehalter. So entstand die Idee für eine App. Die Entwicklung verlief überraschend schnell: Sie startete Anfang Juni. Angefangen mit sämtlichen Schiessständen im Kanton Zürich wurde das Ganze auf die Restschweiz ausgeweitet.

«Die App lebt von den Nutzerinnen und Nutzern.»
Sebastian Waldburger

Dazu kamen dann weitere Gefahren für Hunde dazu. Auch Hinweise der Community werden abgebildet. «Die App lebt von den Nutzerinnen und Nutzern», sagt Sebastian Waldburger. Gleichzeitig steckt darin ein Widerspruch: «Je weniger Interaktion es gibt, desto besser», erklärt der Entwickler, denn das bedeutet für die Vierbeiner: weniger Gefahren.

So wird die App finanziert

Das Ziel der App ist es, Schweizer Hundehalterinnen und Hundehalter in Echtzeit über Gefahren in der näheren Umgebung zu informieren. Beim Gefahrenradar haben Personen zudem die Möglichkeit, selbst Meldungen zu erfassen, um andere zu warnen. Dabei müssen die Community-Richtlinien eingehalten werden. Die App soll für Nutzerinnen und Nutzer kostenlos und werbefrei bleiben. Dies, indem die App in Zukunft über ein Bezahlmodell für Anbieter von Hundedienstleistungen und -produkten wie etwa Hundesalons oder Tierärzten finanziert wird. Momentan trägt der Gründer die Kosten der App noch selbst.

Kontrolle der Community-Beiträge
Fotos und Texte werden beim Absenden automatisch geprüft. Auffälliges lässt sich gar nicht erst hochladen. Beiträge, die gegen die Richtlinien verstossen, werden entfernt. Bei Wiederholung können keine neuen Beiträge mehr erstellt werden – Warnungen und Karte bleiben aber nutzbar. Nur in schweren Fällen wird das Konto gesperrt. Ein Irrtum kann aber gemeldet werden.

Diese Bereiche werden abgedeckt

Die App besteht aus vier Bereichen: Schiessradar, Community-Meldungen, Warnungen und Info- und Sicherheitswerkzeugen.

  • Schiessradar: Er zeigt alle Schiessstände der Schweiz und bildet live ab, ob geschossen wird. 30 Minuten vor einer Schiessübung bekommen App-User eine Push-Benachrichtigung auf ihr Smartphone.
  • Community-Meldungen: User können Gefahren mit Standort, Foto und Beschreibung melden, welche von anderen Usern bestätigt oder abgelehnt werden können. Gemeldet werden können beispielsweise Giftköder, Blaualgen, Kadaver, Glasscherben, Fallen, gesperrte Wege, Wespennester, Eisflächen, vermisste Hunde und Feuerwerk.
  • Warnungen: Bei Gewitter oder Hitze gibt es automatische Warnungen aufs Smartphone. Zudem gibt es jeden Tag einen Tagescheck von der eigenen Umgebung, der unmittelbare Gefahren anzeigt.
  • Info- und Sicherheitswerkzeuge: Ein Gefahrenkalender zeigt saisonale Gefahren wie Zecken, Giftpflanzen oder Hitze. Eine Übersicht enthält die wichtigsten Notfallnummern.

Push-Benachrichtigungen können je nach Kategorie an- oder abgestellt werden.

Schorsch App Gefahrenkalender
Der Gefahrenkalender ist die Lieblingsfunktion des App-Entwicklers.Bild: ZVG

So geht es weiter

Für die Zukunft soll die App auch Fachpersonal wie Tierärzte, Hundetrainer oder Hundesalons einbinden. Auch eine Übersicht von hundefreundlichen Restaurants und Hotels, Ferienorten mit Hunden oder «Fluchtorten» für Silvester und den 1. August soll die App anzeigen.

Derzeit laufen noch die letzten Tests. Dabei kam es auch zur einen oder anderen lustigen Begebenheit: Ein Testeintrag zu Giftködern sorgte bei einer Hundetrainerin für Panik, weil sie den Eintrag für echt hielt. Das Missverständnis konnte jedoch rasch aufgeklärt werden.

Die Schorsch-App gibt es voraussichtlich ab dem 14. August für Android und iOS.

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