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Teenies lieben Handys – nach zwei Jahren schmeissen sie es trotzdem weg



ARCHIVBILD ZUR NEUEN STUDIE VON SOMOTO ZUM THEMA STRESS IN DER SCHWEIZ, AM MONTAG, 30. OKTOBER 2017 - [Symbolic Image, Staged Picture] A family is having lunch while the daughters are using their smart phones, in Lucerne, Switzerland, on December 13, 2015. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

[Gestellte Aufnahme, Symbolbild] Eine Familie beim Mittagessen waehrend die Toechter ihre Smartphones benutzen, aufgenommen am 13. Dezember 2015 in Luzern. (KEYSTONE/Christof Schuerpf)

Bild: KEYSTONE

Schweizer Jugendliche ersetzen ihr Handy nach knapp zwei Jahren. Die Hälfte erhält ein neues Gerät, obwohl das alte noch funktioniert. Die einwandfreien Telefone - geschätzt eine halbe Million - landen in den Schubladen der Teenager, wie ein Bericht der ZHAW zeigt.

Das Handy ist aus dem Alltag der meisten Jugendlichen nicht mehr wegzudenken - 99 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in der Schweiz besitzen eines. Im Durchschnitt ersetzen diese ihr Gerät nach knapp zwei Jahren, wie der am Mittwoch veröffentlichte JAMESfocus-Bericht der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und Swisscom zeigt.

Oft sei beim Kauf der Wunsch nach einem neueren oder besseren Modell ausschlaggebend, heisst es in einer Mitteilung der ZHAW. Weil die Hersteller etwa alle zwei Jahre neue Geräte auf den Markt bringen und die Verträge oft genau so lange laufen, werden die Jugendlichen quasi zu einem Ersatz verleitet, obwohl ihr Handy noch funktioniert.

55 Tonnen Recyclingstoffe

Gemäss den Medienpsychologen, die den Bericht verfasst haben, ist bei den Jugendlichen «kaum ein Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit dem Handy» vorhanden. Deshalb schätzen sie, dass etwa 500'000 einwandfrei funktionierende Geräte bei Deutschschweizer Jugendlichen zuhause in den Schubladen herumliegen.

Denn 54 Prozent der Befragten behalten ihr Gerät irgendwo daheim, wenn sie ein neues kaufen. Insgesamt schlummern so über 17 Tonnen an Metallen und über 38 Tonnen an Kunststoffen ungenutzt in Haushalten, obwohl sie recycelt werden könnten. Bei der Herstellung neuer Geräte fehlten dann vor allem diese wertvollen Metalle, schreibt die ZHAW.

Ein Grund, weshalb die 12- bis 19-Jährigen ihre alten Geräte nicht zurückgeben wollen, sieht der Jugendmedienschutz-Beauftragte der Swisscom, Michael In Albon, bei den Daten. «Sie wollen vielleicht ihre Fotos, Musik und Chatverläufe nicht für immer löschen», wird er in der Mitteilung zitiert. Immerhin jeder vierte verschenkt sein gebrauchtes Handy.

Jungen wollen Technik, Mädchen guten Preis

58 Prozent der Jugendlichen entscheiden sich für ein besseres Modell, während bei 40 Prozent ein auslaufender Vertrag der Grund für einen Neukauf ist. Sie erhalten mit dem neuen Abo auch gleich ein neues Gerät zu einem reduzierten Preis.

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28 Prozent der Teenager erhalten ein Handy als Geschenk. In rund der Hälfte der Fälle wird ein neues Gerät gekauft, weil das alte kaputt ist. Etwas mehr als ein Viertel der Jugendlichen will sein kaputtes Handy aber gar nicht reparieren lassen und kauft sich lieber ein neues.

Für die Mehrheit der Befragten (70 Prozent) sind beim Handykauf technische Eigenschaften am wichtigsten. Aber auch der Preis (65 Prozent) und das Design (49 Prozent) seien entscheidende Kriterien, schreiben die Autoren des Berichts. Für Mädchen spielt jeweils der Preis eine grössere Rolle als die technischen Details.

Die ZHAW befragt seit 2010 alle zwei Jahre im Auftrag der Swisscom über 1000 Jugendliche in den drei grossen Sprachregionen der Schweiz zu ihrem Medienverhalten für die JAMES-Studie. Der nun veröffentlichte Bericht setzt sich mit der Nachhaltigkeit im Umgang mit dem Handy auseinander. (sda)

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