Der heisse Sommer vermiest vielen Schweizer Detailhändlern das Herbstgeschäft
Vor allem bei Mode und Schuhen blieb die Nachfrage nach Herbstware aufgrund des langen und heissen Sommers im September schwach. Der Branchenverband Swiss Retail Federation fordert deshalb Kantone und Gemeinden auf, den Händlern unter anderem mit zusätzlichen Öffnungszeiten entgegenzukommen.
Viele Händler seien bislang auf Jacken, Sweatshirts, wärmerer Bekleidung und Regenartikeln sitzen geblieben, teilte der Verband am Donnerstag auf Basis einer Mitgliederumfrage mit. Teilweise seien auch die Bereiche Sport und Outdoor betroffen. Gleichzeitig sei die Kundenfrequenz in den Geschäften gesunken.
Mit dem nun kühleren und wechselhafteren Wetter hofft die Branche, zumindest einen Teil des verlorenen Geschäfts aufzuholen. «Mit den tieferen Temperaturen kommt nun die Chance für das Herbstgeschäft», sagte Verbandsdirektor Patrick Erny. Die verlorene Nachfrage lasse sich allerdings kaum vollständig wettmachen.
Der Verband fordert die Kantone auf, die maximal zulässige Zahl an Sonntagsverkäufen auszuschöpfen. Gesuche für zusätzliche Öffnungen am Abend oder am Wochenende sollten zudem unbürokratisch bewilligt werden. Gemeinden und Kantone sollten ausserdem Bewilligungsverfahren vereinfachen und bei Baustellen auf die Erreichbarkeit der Geschäfte Rücksicht nehmen. (sda/awp)
