Shrinkflation-Vorwurf bei Schoggi-Waffeln: Das sagt Coop dazu
Ein Coop-Kunde ist beim Öffnen einer Packung von Milano-Schoggi-Waffeln erstaunt: Es scheinen einige der Guetzli zu fehlen, denn es gebe Lücken. Wegen möglichem Shrinkflation, wendet er sich daraufhin ans SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Das Magazin stellt mit einer Stichprobe selbst fest: Es scheinen wirklich einige Guetzli zu fehlen.
Auf Anfrage des Konsumentenmagazins meint Coop, der «Sachverhalt» sei bereits bekannt. Grund für die Lücken sei das Abfüllen der Waffeln: Die Waffeln seien weniger hoch als breit, was dazu führe, dass die Saugroboter die einzelnen Waffeln um 90 Grad drehen. Diese landen dann auf der schmaleren Seite.
Auf der unteren Ebene hat es dann mehr Platz, sodass einzelne Waffeln aus der oberen in die untere Ebene rutschen können. Coop erklärt dazu dem SRF: «Optisch entsteht dadurch der Eindruck, dass Produkte in der Form fehlen, obwohl das Gewicht eingehalten ist.» «Das aufgeführte Nettogewicht ist in jedem Fall gewährleistet», beschwichtigt Coop, denn jede einzelne Packung werde gewogen.
Das Problem werde angegangen. Schon vor über einem Monat würden die Roboter die Waffeln nun tiefer in die Form legen. So können sich die Waffeln nicht mehr drehen. Auch visuelle Kontrollen wurden verstärkt.
Ist das Shrinkflation?
Das Ganze ist aber keine Shrinkflation, denn bei dem Phänomen geht es um unterschwellige Preiserhöhungen, wie etwa durch weniger Inhalt in der gleichen Packung. Bei den Waffeln beinhalte ein Packung jedoch mindestens 165 Gramm des Produktes. Dies habe mit der strengen Einhaltung des Toleranzwerts zu tun.
(kek)
