Test in Basel zeigt: Jedes zweite Paniermehl ist problematisch
Für ein selbst gemachtes Schnitzel benötigt man neben Eiern und Mehl auch Paniermehl. Dieses besteht oftmals aus bereits gebackenem Brot, damit nicht verkauftes Brot wiederverwertet werden kann.
Obwohl dies eigentlich eine gute Sache ist, gibt es dabei aber ein Problem: Es besteht dabei das Risiko, dass die verwendeten Zutaten nicht immer vollständig deklariert werden. Da gewisse Zutaten wie Nüsse, Milch oder Eier für Lebensmittelallergiker eine Gefahr darstellen können, müssen diese in der Zutatenliste aufgeführt werden. Dazu gehören auch in der Herstellung unbeabsichtigte Verunreinigungen auf vorverpackten Produkten.
Aus diesem Grund haben die Kantone Basel-Stadt und Jura in Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Laboratorium Basel-Stadt 21 Proben vorverpackter Paniermehle untersucht. Gekauft wurden die Produkte in acht verschiedenen Supermärkten und zehn Bäckereien. Drei Proben waren biozertifiziert. Produktionsländer waren neben der Schweiz auch Deutschland, Japan oder die Türkei.
11 Produkte sind problematisch
Die Analyse zeigt: Rund die Hälfte der Produkte besteht den Test nicht. In einem Paniermehl aus einer jurassischen Bäckerei wurden nicht deklarierte Milch- und Sesambestandteile über dem Deklarationsschwellenwert nachgewiesen und beanstandet. Bei vier Produkten gab es Spurenhinweise, ohne dass die entsprechenden Allergene nachgewiesen wurden. Sechs Proben ohne Spurenhinweis enthielten geringe Mengen von Allergenen. Die gute Nachricht: Es wurden keine gentechnisch veränderten Organismen pflanzlicher Herkunft nachgewiesen.
Die betroffenen Hersteller wurden informiert. Bei den elf durchgefallenen Produkten wurde beispielsweise bemängelt, dass Angaben schlecht lesbar seien, Herkunfts- oder Haltbarkeitsangaben fehlten sowie das Zutatenverzeichnis Mängel aufweise. Der Test wird deswegen in Zukunft wiederholt werden.
(kek)
