Fast 100'000 Romands wandern laut Studie wegen hohen Wohnkosten aus
Eine Umfrage des Vergleichsdienstes Comparis ergab, dass hochgerechnet 92'400 Personen aus der Romandie aktiv nach einer Immobilie im Nachbarland suchen.
Rund sieben von zehn Befragten in der Westschweiz empfinden die Mieten oder Kaufpreise in ihrer Region laut der am Donnerstag veröffentlichten Comparis-Umfrage als teuer. Die tiefen Wohnkosten in Frankreich seien denn auch der Hauptgrund für die Attraktivität des Nachbarlandes.
Besonders ausgeprägt war die Einschätzung im Kanton Genf, wo die Hälfte der Befragten die Wohnkosten als «sehr teuer» bezeichnete. In den Kantonen Bern, Jura und Wallis lag dieser Anteil bei zehn bis zwölf Prozent. Jeder vierte Befragte gab an, 36 Prozent oder mehr des Haushaltsbudgets für das Wohnen aufzuwenden.
Ein Hinderungsgrund für einen Umzug ist aber der Arbeitsweg: Vier von zehn Befragten gaben an, keine längeren Pendelwege für günstigeres Wohnen zu akzeptieren. Als wichtigste Hürde nannten die Teilnehmenden jedoch die Entfernung zu Familie und Freunden, gefolgt von administrativen Unsicherheiten.
Für die repräsentative Studie befragte das Marktforschungsinstitut Innofact im Mai 2026 im Auftrag von Comparis 1001 Personen in den französischsprachigen Teilen der Schweiz. (sda)
