Abgänge und Unzufriedenheit bei Stiftung für Angehörige von Crans-Montana-Opfern
Die Brandkatastrophe von Crans-Montana VS in der Nacht auf Neujahr hat 41 Menschen das Leben gekostet. Viele weitere wurden teils schwer verletzt. Für ihre Familien bedeutete das nicht nur Schock und Trauer, sondern auch eine finanzielle Herkulesaufgabe. Rasch wurde der Ruf nach Unterstützung laut. In der Folge wurde die Stiftung Beloved gegründet. Sie soll den Angehörigen finanziell helfen. Doch innerhalb der Stiftung herrscht ein Klima der Unzufriedenheit, wie der Westschweizer Sender RTS berichtet.
Demnach herrsche eine teils belastende und ungesunde Atmosphäre, sämtliche Vertreter der Familien aus der Schweiz, Frankreich und Italien seien aus dem Stiftungsrat zurückgetreten. Der Geschäftsführer Christian Cardon führt die Spannungen auf den grossen Druck zurück. Man habe seit der Gründung einen Berg von Anträgen erhalten.
Ausserdem erklärt Cardon, dass die Stiftungsratsmitglieder am Anfang womöglich schlecht ausgewählt worden seien. Die Abgänge sieht er deshalb auch als Chance.
Die Stiftung wurde vom Kanton Wallis initiiert und wird von Ex-Bundesrätin Doris Leuthard geleitet. Damit die Angehörigen der Opfer rasch Antworten erhalten konnten, musste sie schnellstmöglich ins Leben gerufen werden. Mittlerweile wurden erste Geldzahlungen getätigt, berichtet RTS. Laut Cardon kamen zunächst Menschen zum Zug, die noch keine Entschädigungen erhalten hätten und vor allem an psychischen Traumata litten. Um welche Summen es geht, ist jedoch unklar. Insgesamt stehen 24 Millionen Franken zur Verfügung. (vro)
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