Schweiz
Gesellschaft & Politik

Nationalität soll in Zuger Polizeistatistik genannt werden

Nationalität soll im Kanton Zug in Polizeistatistik ausgewiesen werden

20.07.2026, 10:3720.07.2026, 10:37

Die Zuger Regierung unterstützt ein Anliegen der SVP, die Polizeistatistik des Kantons Zug mit Angaben zur Nationalität und zum Aufenthaltsstatus der Täterinnen und Täter zu erweitern. Die Kantonsregierung beantragt jedoch, die Motion als Postulat zu überweisen.

Gemäss der am Montag veröffentlichten Antwort will der Regierungsrat die Polizeistatistik künftig nach Nationalität und Aufenthaltsstatus der beschuldigten Person ergänzen, um mehr Transparenz zu schaffen. Die Regierung begrüsse eine «offene, vertrauensfördernde Diskussion», hiess es. Diese soll auf «Fakten beruhen und nicht auf Spekulationen».

Für die Umsetzung des Vorhabens sei «keine neue gesetzliche Grundlage» nötig, argumentierte die Exekutive. Die Motion soll deshalb in abgeschwächter Version in ein Postulat umgewandelt werden.

Die SVP hatte gefordert, dass bei schweren Straftaten und bei Fällen von häuslicher Gewalt künftig auch die Nationalität und der Aufenthaltsstatus der beschuldigten Personen ausgewiesen werden. Dadurch, so die SVP, könnten «langfristige Muster in der Kriminalität» erkannt werden und Polizei, Strafverfolgungsbehörden und Politik ihre Ressourcen «gezielter» einsetzen, schrieb die Partei.

Die zusätzlichen Angaben sollen unter Einhaltung des Datenschutzes veröffentlicht werden. Weil detaillierte Auswertungen im Kanton Zug teilweise zu sehr kleinen Fallzahlen führen, müsse verhindert werden, dass Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich sind, schrieb die Regierung.

Die Daten zur Nationalität und zum Aufenthaltsstatus werden von der Polizei bereits heute erhoben. Sie werden jedoch nicht für einzelne Straftaten, sondern nur für grössere Deliktgruppen ausgewiesen, hiess es weiter. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
 SBB-Billette 1,5 Prozent teurer Pro Jahr
Gygi jongliert mit Zahlen und die SBB-Tickets werden wieder teurer
Die Billettpreise in der Schweiz dürften bis 2033 um durchschnittlich 1,5 Prozent pro Jahr steigen, wegen FABI möglicherweise sogar etwas mehr. Das plant die SBB, wie der SBB-Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi sagte.
Gemäss der Langfristplanung sollen die Billettpreise laut Gygi analog der angenommenen Teuerung angepasst werden. Bei 1,5 Prozent pro Jahr würden die Tickets demnach im Jahr 2033 rund ein Drittel mehr kosten als heute. Im Verhältnis zu anderen Gütern wären sie aber nicht teurer, wenn nur die Teuerung ausgeglichen würde.
Zur Story