Schweiz
Gesellschaft & Politik

«Hündeler» demonstrieren für Sihlzugang auf der Zürcher Allmend

KEYPIX - Salar Bahrampoori, TV Moderator, mitte, demonstriert zusammen mit Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer und ihren Hunden an der Allmend Brunau gegen das geplante Hundeverbot der Stadt am Samst ...
Am rechten Sihlufer soll ein Teil für Hunde gesperrt werden, auf rund 450 Metern Länge. So will es die Stadt Zürich.Bild: keystone

«Hündeler» demonstrieren für Sihlzugang auf der Zürcher Allmend

19.07.2026, 04:2119.07.2026, 04:21

Die Stadt Zürich will einen Teil des Sihlufers auf der Allmend Brunau für Hunde sperren. Am Samstagnachmittag haben laut dem Organisator mehrere Dutzend Personen mit ihren Hunden dagegen demonstriert.

Am rechten Sihlufer soll ein Teil für Hunde gesperrt werden, auf rund 450 Metern Länge. So will es die Stadt Zürich. Sie führt an, dass sich die Gegend und die Bedürfnisse verändert hätten. Im nahen Quartier Manegg wurde in den letzten Jahren viel gebaut. So würden etwa mehr Familien die Allmend nutzen.

Die Stadt stützt sich auf eine Bevölkerungsbefragung. Zudem sei das Gebiet im Nutzungskonzept für die Allmend aus dem Jahr 2003 als hundefreie Zone ausgewiesen. Registriert waren in Zürich Ende 2025 über 10'000 Hunde.

Noch bis 24. Juli können Einsprachen gegen die neue Nutzung eingeschickt werden. SVP-Gemeinderat Johann Widmer, selber Hundehalter, koordiniert den Widerstand mit einer Website. Auf dieser können Interessierte Vorlagen für Einsprachen herunterladen.

Grösste Freilaufzone Zürichs

Organisator der Demonstration vom Samstag ist Fernsehmoderator Salar Bahrampoori. Er schätzt die Zahl der Teilnehmenden auf 25 bis 30, darunter Hundehalterinnen und -halter, aber auch einfach Tierfreunde. «Die geplante Verbotszone umfasst genau jenen Abschnitt der Sihl, an dem Hunde heute unkompliziert ins Wasser gelangen können», sagt er. Gerade während Hitzeperioden sei dieser Zugang von grosser Bedeutung.

«Die Allmend sollte doch für alle sein. Auch Hunde haben ein Anrecht auf einen Ort, wo sie sich richtig austoben können. Und das hier ist die grösste Freilaufzone in Zürich», so Bahrampoori.

Unbestritten ist, dass die Allmend bei Hundehalterinnen und Hundehaltern äusserst beliebt ist. Nirgends können sich Hunde auf so einer grossen Fläche ohne Leine bewegen. Einschränkungen gibt es bereits. Eine grosse Wiese ist als «Erholungszone» eingezäunt, Hunde müssen draussen bleiben. Auch bei den Sportplätzen sind Hunde nicht erlaubt.

Die Verbotszone an der Sihl soll ab März 2027 gelten. (sda)

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LostInBooks
19.07.2026 07:39registriert April 2021
Die Allmend ist seit 20 Jahren mein Naherholungsgebiet und meine beliebteste Joggingstrecke. Ich mag Hunde nicht besonders, trotzdem muss ich eingestehen, dass es bisher nie Probleme gab. Störend fand ich aber, dass einzelne Hündeler den Kot nicht aufheben und den Hund nicht im Griff haben, wenn der Hund zum Picknickkorb rennt und die Nase in unser Essen drückt. Auch störend sind weggeworfene volle Kotsäcke im Gras. Wie oft führen einzelne Fälle zu solchen Einschränkungen. Aber eigentlich braucht es nur Maßnahmen gegen diese einzelne "Ausreißer". Ideen sind da gefragt. Bin gespannt auf Antwort
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Shazuu
19.07.2026 08:16registriert Januar 2022
Wenn Kinder und Hunde richtig erzogen würden, gäbe es weniger Probleme. Und ja, das geht auch ohne schlagen und schreien.
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Ich-möchte-verstehen
19.07.2026 07:53registriert April 2022
"Eine grosse Wiese ist als «Erholungszone» eingezäunt, Hunde müssen draussen bleiben" - warum nicht umgekehrt? Einen kleinen Bereich als Hundespielwiese einzäunen - das habe ich in Dänemark ein paarmal gesehen und als Hundebesitzer geschätzt. Ausserhalb dieser Wiese gilt Leinenpflicht.
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