Schweiz
Gesellschaft & Politik

Kommission gegen neue Massnahmen nach Unterschriftenbschiss

Die Klimaaktivisten sammeln Unterschriften fuer eine Volksinitiative, anlaesslich eines globalen Klimastreik in der Stadt Luzern am Freitag, 20. September 2024. (KEYSTONE/Urs Flueeler)..
Die parlamentarische Oberaufsicht hatte im Frühjahr den Umgang der Bundeskanzlei mit mutmasslich gefälschten Unterschriften für Initiativen und Referenden kritisiert.Bild: keystone

Kommission gegen neue Massnahmen nach Unterschriftenbschiss

18.08.2026, 13:3718.08.2026, 13:37

Die von der Bundeskanzlei getroffenen Massnahmen gegen gefälschte Unterschriften genügen. Dieser Meinung ist die zuständige Ständeratskommission. Sie empfiehlt, parlamentarische Vorstösse mit verschiedenen Forderungen abzulehnen.

Die parlamentarische Oberaufsicht hatte im Frühjahr den Umgang der Bundeskanzlei mit mutmasslich gefälschten Unterschriften für Initiativen und Referenden kritisiert. Sie sprach von mangelhafter politischer Sensibilität, bezeichnete aber die getroffenen Massnahmen gegen Betrügereien als positiv.

Nun hat sich die Staatspolitische Kommission des Ständerats (SPK-S) mit dem Thema beschäftigt. Sie begrüsse die Massnahmen der Bundeskanzlei und sehe keine Notwendigkeit für weitere Schritte, teilten die Parlamentsdienste am Dienstag mit. Deshalb beantragt die SPK-S ihrem Rat, drei Motionen abzulehnen. Diese verlangen mehr Transparenz oder eine Beschränkung von bezahlten Unterschriftensammlungen.

2024 hatten Medien erstmals breit über mutmasslich gefälschte Unterschriften für eidgenössische Initiativen und Referenden berichtet. Die Bundeskanzlei erstattete mehrmals Strafanzeige.

Ende März 2026 verabschiedete die Bundeskanzlei einen freiwilligen Verhaltenskodex. Wer beitritt, erklärt damit, dass er oder sie Standards und gute Praktiken im Bereich der Unterschriftensammlungen einhält. Damit soll zum Beispiel bei kommerziell gesammelten Unterschriftenlisten eine Rückverfolgbarkeit garantiert werden. Inzwischen haben 23 Organisationen den Kodex unterzeichnet.

Schon 2024, als die Zahl der Verdachtsfälle anstieg, hatte der Bund die Kontrolle der Unterschriftenlisten durch ein Vieraugenprinzip und sensibilisierte Komitees und Behörden verschärft. Insgesamt erachtet die SPK-S diese Massnahmen als ausreichend, wie sie schrieb. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Alle in der Schweiz angenommenen Initiativen
1 / 28
Alle in der Schweiz angenommenen Initiativen
Volksinitiative «für ein Verbot des Schlachtens ohne vorherige Betäubung»Komitee: Kantonale Tierschutzvereine von Bern und Aargau sowie AntisemitenAbgestimmt am: 20.08.1893Inkrafttreten am: 22.12.1893
quelle: shutterstock
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Hitzige Diskussion um Schweizer Klimapolitik
Video: ch media
Das könnte dich auch noch interessieren:
Trockenheit: Bewohnende in Domleschg GR sollen Trinkwasservorräte anlegen
Die Gemeinde Domleschg hat am Donnerstag gemeldet, dass in ihren Ortsteilen Feldis und Scheid das Wasser knapp wird. Wenn die Quellschüttungen im gleichen Ausmass weitersinken, könnte der Wasserbedarf gemäss einer Mitteilung in Scheid ab Mitte Dezember und in Feldis ab Anfang November nicht mehr gedeckt werden.
Zur Story