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Fall Patrick Frei: Mutter und Tochter sollen nun doch bleiben dürfen

Fall Patrick Frei: Gemeinde Untersiggenthal.
Im Fall Patrick Frei interveniert der Kanton: Mutter und Tochter sollen doch mehr finanzielle Unterstützung erhalten. Bild: watson/facebook/Gemeinde Untersiggenthal

Fall Patrick Frei: Mutter und Tochter sollen nun doch bleiben dürfen

Die beiden missbrauchten Frauen im Fall Patrick Frei sollen nach Intervention des Kantons mehr finanzielle Unterstützung erhalten. Zudem sollen sie auch in der Schweiz bleiben dürfen.
30.07.2026, 07:1830.07.2026, 07:18

Wie der «Tagesanzeiger» schreibt, sollen Iwona L. und ihre Tochter nun doch in der Schweiz bleiben dürfen. Zudem soll die Gemeinde Untersiggenthal ihnen mehr als nur die Nothilfe zahlen. Dies habe der Kanton entschieden, heisst es im Bericht.

Der Gemeinderat hatte den beiden nach der Verhaftung des Aargauer Grossrats nur eine geringe Nothilfe zugestanden – obwohl sie wegen ihres Aufenthaltsstatus eigentlich Anspruch auf reguläre Sozialhilfe gehabt hätten. Auf Anfrage der Zeitung schreibt der Kanton, dass man die Gemeinde nun zu einer «konkreten Berechnung der ordentlichen Sozialhilfe rückwirkend ab Juni 2025» auffordere.

Der Gemeinderat von Untersiggenthal will den Kantonsentscheid nicht anfechten, heisst es auf Anfrage des «Tagesanzeigers».

Zudem ist auch das Aargauer Migrationsamt nun bereit, den beiden Frauen wegen «eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalles» eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, heisst es im Bericht weiter.

Als Bedingung müssten die beiden Frauen alle «medizinisch vorgegebenen Massnahmen ergreifen, damit sie sich mittelfristig in den Arbeitsmarkt integrieren» können. Das Migrationsamt erklärte die Kehrtwende gegenüber dem «Tagesanzeiger» mit «neuen Erkenntnissen aus dem Strafverfahren sowie neuen Umständen».

Noch muss dem aber das Aargauer Verwaltungsgericht zustimmen, danach wird sich der Bund mit dem Fall beschäftigen müssen. Denn auch das Staatssekretariat für Migration muss der Härtefallregel zustimmen. (ome)

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baBIELon
30.07.2026 07:21registriert August 2016
Na Endlich! Gut hat der Kanton interveniert!
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ELMatador
30.07.2026 07:41registriert Februar 2020
Neue Erkenntnisse!? Dass scheint vor allem der mediale Druck gewesen zu sein, zumal der Fall bereits seit 2023 aktenkundig ist.

In einer solchen Situation sollte der Schutz der potenziellen Opfer unabhängig davon an erster Stelle stehen, ob sich die Vorwürfe gegen den mutmasslichen Täter letztlich bestätigen. Die Behörden müssten frühzeitig sicherstellen, dass Betroffene geschützt werden und Zugang zu geeigneter Unterstützung erhalten. Dass sich dies offenbar über drei Jahre hingezogen hat, ist schwer nachvollziehbar.
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Habe viele Namen
30.07.2026 07:44registriert Mai 2022
"nur eine geringe Nothilfe zugestanden – obwohl sie wegen ihres Aufenthaltsstatus eigentlich Anspruch auf reguläre Sozialhilfe gehabt hätten"

Würdet Ihr bitte hier die Verantwortlichen hart belangen, bitte? Dieser offene Rassismus kann doch nicht toleriert werden. Unglaublich.

Parteisoldaten raus, die gehören nicht in eine Verwaltung.
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