Schweiz
Gesellschaft & Politik

Tabakprävention fordert Ratifizierung der Tabakkonvention

Zigaretten und andere Tabakprodukte sollen nach Ansicht der kleinen Kammer nicht mehr so aktiv beworben werden können - zum Schutz der Jugendlichen. (Themenbild)
Bild: KEYSTONE

Tabakprävention fordert Ratifizierung der Tabakkonvention

24.06.2024, 15:09
Mehr «Schweiz»

Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz hat vom Parlament die Ratifizierung der vor 20 Jahren unterzeichneten WHO-Tabakkonvention bis zum 1. Oktober gefordert. Das Parlament weigere sich bis heute, die Konvention in Kraft zu setzen.

Die Tabakindustrie profitiere in hohem Masse davon, dass die Schweiz als eines der letzten Länder das WHO-Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs nicht ratifiziert habe und ebenso von laschen Gesetzen, kritisierte die Arbeitsgemeinschaft in einer Mitteilung vom Montag.

Die Schweiz sei Tummelplatz und Rückzugsort von zwei der drei multinationalen Tabakkonzernen. Um die Gesundheit der Menschen, insbesondere der Jugend, endlich besser vor der Tabakindustrie zu schützen, sei eine Ratifizierung dringend erforderlich.

Die Konvention war 2003 von der Weltgesundheitsversammlung verabschiedet und 2005 in Kraft getreten. Die Schweiz hat die Konvention am 25. Juni 2004, also vor 20 Jahren, unterzeichnet. Damit habe der Bundesrat den Willen der Schweiz, die Verpflichtungen der Konvention in der Schweiz umzusetzen, bekundet. Das Parlament weigere sich aber bis heute, die Konvention zu ratifizieren.

Die Konvention beinhaltet unter anderem ein umfassendes Werbe- und Sponsoringverbot für Tabakprodukte, Rauchverbote am Arbeitsplatz und in geschlossenen Räumen. Ausserdem sind preisliche und steuerliche Massnahmen, umfassende und grossflächige Warnhinweise auf allen Tabakprodukten sowie die Bekämpfung des illegalen Handels mit Tabakwaren aufgeführt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
    Geburtenrate auf Rekordtief – so hat sich die Schweizer Bevölkerung 2024 entwickelt
    Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz hat Ende 2024 mit 9'048'900 Menschen einen neuen Höchststand erreicht. Die Einwanderung ging gegenüber dem Rekordjahr 2023 zurück, die Auswanderung nahm dagegen zu. Und die Geburtenrate ist erneut auf ein Rekordtief gefallen.

    Am 31. Dezember 2024 umfasste die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz 9'048'900 Personen, gegenüber 8'962'300 Ende 2023. Das ist ein Plus von 86'600 Personen, wie das Bundesamt für Statistik (BfS) am Donnerstag mitteilte. Die Bevölkerung wuchs mit 1,0 Prozent damit weniger stark als im Jahr 2023, als mit 1,7 Prozent ein sehr hoher Wanderungssaldo registriert wurde. Dieser hing in erster Linie damit zusammen, dass Personen aus der Ukraine mit Schutzstatus S im Jahr 2023, also ein Jahr nach ihrer Ankunft in der Schweiz, zur ständigen Wohnbevölkerung gezählt wurden.

    Zur Story