Schweiz
Gesundheit

Schweizer Versicherte belasten Krankenkassen mehr als ausländische

Schweizer Versicherte belasten Krankenkassen mehr als ausländische

07.07.2025, 15:4307.07.2025, 15:43

Schweizer Staatsangehörige belasten die Krankenkassen im Durchschnitt deutlich mehr als Ausländerinnen und Ausländer. Letztere verursachen 28 Prozent weniger Kosten pro Person, wie ein Bericht des Bundes zeigt.

Bei Schweizer Staatsangehörigen beläuft sich die jährliche Kostensumme im Durchschnitt auf 3554 Franken und bei ausländischen Staatsangehörigen auf 2569 Franken, wie ein Bericht des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt. Der «Tages-Anzeiger» berichtete am Montag zuerst.

Ein Grund für die höheren Kosten bei Schweizern liegt laut der Tageszeitung in der unterschiedlichen Altersstruktur. Bei den Schweizerinnen und Schweizern sei der Anteil alter Menschen höher. In den letzten Jahren vor dem Tod seien die Gesundheitskosten am höchsten. Gemäss BFS sind aber die Durchschnittskosten der Ausländer auch nach Berücksichtigung des Alters noch signifikant tiefer. Eine Analyse mehrerer Variablen habe dies bestätigt.

Bei 30 von 193 Nationalitäten liegen die Durchschnittskosten über dem Schweizer Schnitt, wie es weiter hiess. Sieben dieser Nationen bleiben im Bericht unerwähnt, da weniger als 100 Menschen aus diesen Staaten in der Schweiz leben. Es könnte sich bei ihnen um Zufallswerte handeln, die von Jahr zu Jahr stark schwanken.

Georgier am teuersten

Die grössten Kosten verursachen Staatsangehörige aus Georgien mit 6267 Franken, wie das BFS schrieb. Dahinter folgen Uruguay und Guinea-Bissau. Die tiefsten Kosten weisen Eingewanderte aus Malawi mit jährlich, 593 Franken auf. Dies entspricht einem Sechstel der Kosten des Schweizer Durchschnitts. Dahinter folgen Fidschi und Südkorea.

Zahlreiche weitere Nationen belasten die Krankenkassen um weniger als die Hälfte der Schweizer Kosten, so etwa Polen, Bulgarien, die Slowakei, China, Rumänien, Ungarn, Indien, die Ukraine, Thailand und Eritrea.

Für den Bericht analysierte das Bundesamt für Statistik die Nettokosten der Grundversicherung in den Jahren 2019 bis 2022. Das sind die Gesamtkosten minus die finanzielle Beteiligung der Versicherten über die Franchise oder den Selbstbehalt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Swiss Olympic muss sparen
Swiss Olympic muss sparen. Wie der «SonntagsBlick» in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, klafft beim nationalen olympischen Dachverband für das Jahr 2027 ein Finanzloch von fünf Millionen Franken. Auf der Geschäftsstelle müssten 1,7 Millionen Franken eingespart werden, das entspreche 6,6 Vollzeitstellen und erfordere drei Kündigungen, erklärte Swiss-Olympic-Sprecher Fabio Gramegna. Die Auswirkungen auf die geplante Schweizer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2038 und die Förderbeiträge für die Sportverbände seien noch nicht absehbar. (sda)
Zur Story